Kolumne : Die weiße Schönheit

Beate Schöttke-Penkes Gedanken und Erlebnisse rund ums Thema Garten

svz.de von
27. September 2015, 23:28 Uhr

Üppig blühende Japan-Anemonen sind ein geeignetes Mittel gegen Herbstmelancholie. So hatte ich es in einem meiner allerersten Gartenbücher bei Gerda Nissen gelesen. Auf dem Foto dazu leuchtete mir in reinstem Weiß die alte historische Sorte „Honorine Jobert“ entgegen, die schon 1858 in der Gärtnerei von Messier Jobert in Lothringen gefunden und nach seiner Tochter Honorine benannt worden ist. Im wirklichen Leben begegneten mir die edel geformten, halbgefüllten Blütenschalen in einer Pflanzung zwischen Schweriner Paulskirche und Pfaffenteich. Hier konnte ich mich überzeugen, dass die Staude von August bis Ende Oktober immer wieder neue Blüten schiebt und mit den Jahren prächtiger wird. Die Blüten auf der ein Meter hohen Pflanze haben darüber hinaus eine große Fernwirkung. Kein Wunder also, dass ich die weiße Schönheit in meinen Garten holen wollte. Am langen Tisch bei den drei Apfelbäumen fand ich einen geeigneten Platz. Obwohl ich die langlebige Sorte im Herbst pflanzte, was man eigentlich nicht machen soll, kam sie gut durch den ersten Winter. Nun begeistere ich mich mit jedem Jahr mehr für die anmutige Staude. Konstatiere allerdings mit einem Hauch Melancholie auch: „Honorine Jobert“ erinnert daran, dass das Ende des Gartenjahres in Sicht ist!

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