Kolumne : Die Schönheit der goldgelben Windsäule

Beate Schöttke-Penkes Gedanken und Erlebnisse rund ums Thema Garten.

Manche Pflanzen entfalten ihre Schönheit erst ganz am Ende des Gartenjahres. Wie das Hohe Pfeifengras (Molinia arundinacea ,Windsäule’), das ich mir vor Jahren von einer Bekannten beim Besuch in ihrem Herbstgarten erbat. Der Gräser-Riese mit einer Höhe von 240 Zentimetern stand dort vor der Backsteinwand des Fachwerkhauses und imponierte nicht nur mit seinem aufrechten Wuchs. Seine hohen Blütenhalme hatten sich in ein leuchtendes Goldgelb verwandelt. Diese Schönheit wollte ich deshalb unbedingt in meinem Garten haben.

Inzwischen hat sich der geschenkte Ableger zu einer stattlichen Pflanze entwickelt. Den Weg vor der Hausfassade, wo das höchste Pfeifengras seinen Platz gefunden hat, gehe ich täglich. Welche Freude immer wieder! Züchter Karl Partsch war im Allgäu übrigens ein streitbarer Umweltaktivist. Er setzte sich für die Rettung von Bergwäldern ein, entwickelte für erosionsgefährdete Steillagen Bepflanzungskonzepte und realisierte sie mit Freiwilligen aus aller Welt. Wieder etwas dazu gelernt!

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