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Garten und Blumen

15. Dezember 2017 | 22:47 Uhr

Bauen und Wohnen : Des Gärtners Helfer

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Worauf es bei Spaten, Harke und Schere ankommt – und warum die richtige Stiellänge nicht nur bei Blumen wichtig ist

svz.de von
erstellt am 28.Feb.2016 | 09:00 Uhr

Bald strömen die Hobbygärtner ins Freie – ihre wichtigsten Begleiter: Gartengeräte wie Spaten, Hacke, Rechen und natürlich der Rasenmäher. Die Auswahl ist aber riesig. Ein paar Tipps zur Auswahl:

Spaten oder Grabegabel: Je schwerer der Boden ist, desto kleiner sollte der Spaten sein, empfiehlt die Gartenakademie Rheinland-Pfalz. Ist der Boden aber hart und steinig, eignet sich eine Grabegabel mit meist vier Zinken besser. Sie schont auch die Wurzeln der Pflanzen. Der Naturschutzbund empfiehlt Grabegabeln aus geschmiedetem Stahl mit flachen, starken Zinken und einem T-Stiel aus Eschenholz. Um Rückenschmerzen vorzubeugen, muss die Stiellänge zur Person passen. Bei diesen längeren Grabegeräten gilt: Ihr Stiel reicht bei der aufrecht stehenden Person am besten bis zum unteren Rippenbogen.

Hacke: Stoßhacken haben am Ende eine gerades Blatt, das den Stiel verlängert. Sie eignen sich eher für leichte Böden. Bei der Ziehhacke verläuft das Blatt im rechten Winkel zum Stiel, sie lockert schwerere Böden besser. Tipp: Sind die Blätter gewellt oder haben Zähne, nehmen sie Unkräuter leichter auf, erklärt die Gartenakademie. Eine Alternative zum oberflächlichen Lockern des Bodens ist der Sauzahn mit sichelförmigem Zinken, dessen Ende platt ist. Mit wenig Kraftaufwand lässt sich damit die Erde bis auf 20 Zentimeter Tiefe lockern sowie Kompost einbringen, erklärt der Naturschutzbund. Er rät zu einem leicht gebogenen Stiel mit Krümmung nach unten. Die optimale Länge des Stiels dieser Geräte, die man aufrecht stehend, ziehend oder schwingend verwendet, liegt auf Kinn- oder gar Stirnhöhe.

Rückenschonend im Garten arbeiten – so gehts.
Rückenschonend im Garten arbeiten – so gehts. Foto: dpa
 

Ast- und Gartenscheren: Bei kleinen Handscheren verteilt ein Rollgriff die Kraftanstrengung auf alle Finger. Stoßdämpfer und Puffer schonen Hand und Gelenke zusätzlich. Es gibt grundsätzlich zwei Funktionsweisen: Modelle mit Amboss sowie Varianten mit zwei beweglichen Klingen, auch Bypass-Schere genannt. Letztere verwenden Profis gerne. Die Amboss-Schere hat nur eine bewegliche, schneidende Klinge, die auf eine feststehende Metalloberfläche trifft – den Amboss. Sie ist oft günstiger und robuster, aber mit der Zeit wird der Schnitt unsauberer, erklärt die Gartenakademie.

Die Stiftung Warentest empfiehlt nach einem Praxistest (Ausgabe „test“/Juli 2015) die kraftsparenden Amboss-Scheren vor allem für hartes, trockenes Holz. Dafür sind Bypass-Scheren flexibler und man kann Äste näher am Stamm abschneiden. Außerdem durchtrennen diese sauberer frische Pflanzenfasern.

Rasenmäher: Bei Grundstücken mit bis zu 500 Quadratmetern Rasen rät der Tüv Rheinland zu Elektromähern. Es kommt aber auf die Bepflanzung an: Muss ein Kabel oft um oder über Pflanzen gezogen werden? Dann und für Flächen mit bis rund 1200 Quadratmeter ist ein Benzinmäher besser geeignet. Nur für größere Grundstücke lohnt sich nach Ansicht des Tüvs die Anschaffung eines Mähtraktors. Auch ein Mähroboter schafft Flächen von mehreren tausend Quadratmetern. Neben der Betriebsart unterscheiden sich auch die Schnittwerkzeuge: Ein Spindelmäher hat Messer an einer rotierenden und horizontalen Spindel, die einen sehr sauberen und exakten Schnitt ausführen. Nach Einschätzung der Gartenakademie ist das ein Profigerät, etwa für Sport- und Golfplätze. Ein Sichelmäher hat horizontale und rotierende Klingen mit etwas weniger exaktem Schnitt, aber es sei das Standardgerät für Gebrauchsrasen. Ein Balkenmäher hat feststehende und bewegliche Messer. Er eignet sich für extensive Grünflächen mit hohem Gras und längeren Schnittrhythmen wie auf Streuobst- und Blumenwiesen.

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