kOLUMNE : Den Sommer auskosten

Beate Schöttke-Penkes Gedanken und Erlebnisse rund ums Thema Garten:

von
30. August 2015, 18:08 Uhr

Der Herbst kommt, sagt mein Mann. Ich protestiere energisch. An den Sommer habe ich mich doch gerade erst gewöhnt. Das Wasser im Schwimmteich erfordert für die morgendliche Runde endlich keine große Überwindung mehr. Im Gewächshaus reift ein Überschuss an Tomaten. In jeder Pause kann ich mir Dutzende der süßen Früchte in den Mund schieben. An den Abenden wird aus dem Küchengarten gekocht: Frische Kartoffeln werden gebuddelt, noch ein wenig Gemüse dazu. Mehr braucht es nicht für ein leckeres Abendbrot. In der abendlichen Dämmerung sind das Zirpen der Grillen und das Trompeten der nahen Kraniche im Moor lautstark zu hören. Ein lauer Abend mit Kerzenlicht und einem Glas guten Wein schlägt locker den besten Fernsehfilm. Im Kalender stehen noch ein paar Fahrten in die Gärten anderer Leute. Gemeinsam Blumenbeete anschauen, im Freien beieinander sitzen – so fühle ich mich dem Sommer nah.
Die heißen Tage sind bald vorbei, sagt mein Mann. Ich protestiere nicht mehr. Nehme mir vor: Den Rest vom Sommer koste ich ganz bewusst aus!

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