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ratgeber gartenkolumne : Dauerblühende Langspielplatte

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Staudenpapst Karl Foerster prägte den Begriff der Langspielplatte unter den Blütenpflanzen. Gemeint waren damit Stauden, die über Wochen unermüdlich blühen. Solch einen Dauerblüher habe ich seit vielen Jahren in meinem von der Farbe Gelb dominierten Vorgarten. Das Einfache Sonnenauge (Heliopsis helianthoides var. scabra ‘Venus’) hatte mir einst meine Mutter aus ihrem Kleingarten mitgebracht. Standfest, robust und kaum krankheitsanfällig – so lernte ich die unverwüstliche Staude kennen und schätzen. Kein Wunder also, dass die leuchtend gelbe Blume auch nach der Umgestaltung des Vorgartens wieder in die Pflanzung integriert wurde. Ab Juli bis in den späten Herbst blüht sie hier nun reichlich, kommt mit dem vollsonnigen und zuweilen auch trockenen Standort bestens zurecht und macht zwischen Phlomis, Taglilie, Johanniskraut und kleiner Goldrute, zwischen Reit- und Lampenputzergras stets eine gute Figur. Karl Foerster prüfte Stauden übrigens nicht nur auf ihre Blühfreude im Beet sondern auch auf ihre Haltbarkeit in der Vase. In seinem Wohnhaus in Potsdam Bornim wurden ständig neue Blumensträuße arrangiert. Auch unter diesem Gesichtspunkt schneidet das Sonnenauge hervorragend ab. Eine gute Woche halten sich die Blüten in der Vase und wer im Beet abgeblühte Stiele entfernt, erntet eine reiche Nachblüte aus den Seitenknospen.
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