Kolumne : Das Spiel mit dem Zufall

Beate Schöttke-Penkes Gedanken und Erlebnisse rund ums Thema Garten.

svz.de von
14. Juli 2014, 16:07 Uhr

Ohne die ein- und zweijährigen Pflanzen, die Zufallssämlinge, wäre mein Garten nur halb so schön. Drei Fingerhüte haben das große Buddeln der letzten Monate überstanden und versprechen mit ihren Samen reichliche Nachkommenschaft. Zwei Königskerzen bringen Höhe und hellgelbe Tupfer in meine ansonsten blau-purpur-weißen Staudenbeete. Auflaufende Jungfer im Grünen, Akeleien, das Argentinische Eisenkraut, lila Mohn und Mutterkraut tilge ich nie aus den Beeten. Sie erfreuen mit Gartenbildern, die geplant nicht schöner aussehen könnten. Der Borretsch darf sich im Naschgarten breitmachen. Insekten lieben ihn und wir die Blüten im Salat. Orange Ringelblumen sind farblich grenzwertig. In den Staudenbeeten dulde ich sie nicht, doch dem Küchengarten geben sie eine charmante Note. Im Herbst, das weiß ich, sehne ich mich nach ihrem Leuchten, nach ihrem Frohsinn.
Jüngst las ich von dem neuen Trend, mit sich versamenden Pflanzen Gärten zu gestalten. Und war mir sicher: Das sogenannte Blackbox-Gardening haben wir leidenschaftlichen Gärtner längst entdeckt.

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