Kolumne : Bunte Meter für den Stieglitz

Beate Schöttke-Penkes Gedanken und Erlebnisse rund ums Thema Garten:

von
18. Januar 2016, 16:06 Uhr

Zu den Schönheiten unter unseren heimischen Singvögeln gehört zweifellos der Stieglitz, den der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) zum Vogel des Jahres 2016 gekürt hat. Leider ist es für den farbenfrohen Finken in Deutschland eng geworden. Um die Hälfte hat der Bestand seit 1990 etwa abgenommen.

Den Naturnahen unter uns Gärtnern sollte der Stieglitz am Herzen liegen, denn er steht für eine vielfältige Landschaft. Wo er fehlt, ist es um die Natur nicht zum Besten bestellt. Als Vollzeit-Vegetarier fressen die zierlichen Finken mit Vorliebe halbreife oder reife Samen zahlreicher Stauden, Gräser und Bäume. Auch der Nachwuchs wird vor allem mit Pflanzensamen gefüttert. Wer einen Garten hat, kann daher mit stieglitzfreundlichen Pflanzen etwas für das Überleben des Singvogels tun. Disteln, Kratzdisteln, Löwenzahn, Huflattich und Karden gehören zu dessen Leibspeisen. Geeignete Futterpflanzen sind auch das Echte Mädesüß, Klatschmohn, Kornblume und Gänseblümchen, Gemeine Schafgarbe, Wilde Möhre, Margeriten, Rainfarn und der Wiesen-Fuchsschwanz – alles Pflanzen, die keine großen Anforderungen stellen. Räumen Sie Ihren Garten nicht so gründlich auf und lassen Sie im Herbst - wie ich - abgeblühte Stauden einfach auf den Beeten stehen – und schon sorgen Sie für Nahrungsangebote im Winter. Einen Wildblumenstreifen anlegen kann ebenfalls helfen, „Bunte Meter für Deutschland“ zu schaffen. Eine Aktion, über die man sich unter www.nabu.de ausführlich belesen kann.

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