Pflanzen-Tipp : Blüten auf kargem Boden

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Frühlingserwachen im Steingarten: Auf schattigem Grund und in kühlen Ecken gedeihen Pflanzen aus Gebirgen.

svz.de von
24. März 2014, 08:00 Uhr

Im kühlen, schattigen Gebirge sind die Bedingungen hart für Pflanzen. Obendrein haben die Böden kaum Nährstoffe. Trotzdem gedeihen dort einige Pflanzen gut. Und die eignen sich, um auf dem eigenen Grundstück schattige Steingärten und kühle Gartenmauern zu besiedeln.

So gedeiht die Anemonen-Schmuckblume mit ihren zartrosa Blütensternen auf kargem Boden. Ebenso die Troddelblume, die ihre gerade einmal zehn Zentimeter hohen Blütenstiele mit den rosafarbenen, gefransten Blütenkelchen bereits im März und April aus der nassen Erde reckt. „Nach den Wintermonaten sind die vielen Farben etwas Besonderes“, schwärmt Jennifer Wainwright-Klein, Reviergärtnerin im Botanischen Garten München. Außerdem beeindrucke sie immer wieder, welche zarten Schönheiten zwischen den Steinen erblühen.

„Bereits im April erblüht das Felsenblümchen (Draba), das aus dem Balkan stammt“, nennt Frank Meyer vom Rennsteiggarten Oberhof (Thüringen) ein weiteres Beispiel. Die wintergrünen Tuffs mit nadelartigen Blättern werden nur wenige Zentimeter hoch. Darüber sitzen goldgelbe Blüten.

Wie in jedem Garten gehören auch die Zwiebelblumen zu den Debütantinnen der Gartensaison. „Zur Zeit blühen verschiedene Krokus-Arten“, sagt Wainwright-Klein. Zum Beispiel der Goldbrokat-Krokus (Crocus angustifolius), der auf der Krim und in der Süd-Ukraine vorkommt, sowie der aus dem Balkan stammende Kleine Krokus (Crocus chrysanthus). Beide blühen gelb, wobei der Goldbrokat-Krokus eine satt goldgelbe Farbe hat sowie bronzefarbene Streifen und Sprenkel auf der Außenseite der Blütenblätter.

Auch eine Verwandte der Herbstzeitlosen streckt ihre Blüten nun aus der Erde: „Die Frühlingslichtblume stammt aus den Pyrenäen und den Südwest-Alpen“, erläutert Meyer. Die lila-rosa Kelche stehen aufrecht und sehen aus wie Krokusblüten, die zu groß geraten sind. Selbst die ersten Schwertlilien öffnen schon ihre Blüten.

Ein Steingarten lässt sich zu Hause leicht anlegen. „Die Steingartenpflanzen kann man in Trockenmauern sowie in die Ritzen einer Gartenmauer pflanzen“, erläutert Wainwright-Klein. Sie rät, auch Tröge oder Balkonkästen für alpine Stauden zu nutzen. Das A und O ist hier der Boden. „Ein magerer, mineralischer Boden passt am besten“, sagt die Gärtnerin.

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