Wetter 2021 : Die Eisheiligen sind da: Was bedeutet die Bauernregel?

Ein Fuchs lauert im Mai auf dem Brocken in Sachsen Anhalt. Die Eisheiligen sorgen mitunter für ein kurzes Gastspielim Mai. Foto: Matthias Bein/dpa
Ein Fuchs lauert im Mai auf dem Brocken in Sachsen Anhalt. Die Eisheiligen sorgen mitunter für ein kurzes Gastspielim Mai. Foto: Matthias Bein/dpa

Bevor Gartenfreunde empfindliche Pflanzen dauerhaft im Freien pflanzen, sollten sie die Eisheiligen 2021 abwarten.

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11. Mai 2021, 06:00 Uhr

Berlin | Wer sind die Eisheiligen? Als Eisheilige bezeichnet der Volksmund die Tage zwischen dem 11. und 15. Mai. Da sich in der ersten Maihälfte häufig kühle Polarluft in Deutschland ausbreitet, kann sich dann vor allem nachts noch Frost bemerkbar machen. Weil diese Wetterbeobachtung auf die Namenstage der kirchlichen Heiligen Mamertus, Pankratius, Servatius, Bonifatius und Sophia fällt (11. bis 15. Mai), wird von den Eisheiligen gesprochen. Bekannt sind die Eisheiligen auch unter „Gestrenge Herren“ und „Eismänner“.

Was bedeutet die Bauernregel der Eisheiligen? Das Sprichwort der Eisheiligen lautet wie folgt: „Vor Nachtfrost du nicht sicher bist, bis Sophie vorüber ist.“ Diese bekannte Bauernregel bezieht sich auf den Namenstag der Sophia am 15. Mai – die letzte „Eisheilige“.

Wichtig ist der Hinweis für Gärtner und Landwirte, weil der mögliche Frost empfindliche Pflanzen oder etwa die Obsternte schädigen kann.

So waren die vergangenen Eisheiligen: Wetteraufzeichnungen deuten an, dass die Kaltlufteinbrüche der zweiten Maidekade in den vergangenen 150 Jahren häufiger und intensiver eingetreten sind als in der Gegenwart. In den vergangenen Jahren haben sich die Eisheiligen eher rar gemacht.

(Mit dpa)

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