Fit in den Frühling : Yoga: Fitness für Körper und Seele

Yoga-Lehrerin Annemarie Boeck vollzieht die „Acht Bewegungen der Wirbelsäule“. Spezielle Körperpositionen zeichnen Yoga aus, ebenso Atemübungen, Meditation und Autosuggestion.
Yoga-Lehrerin Annemarie Boeck vollzieht die „Acht Bewegungen der Wirbelsäule“. Spezielle Körperpositionen zeichnen Yoga aus, ebenso Atemübungen, Meditation und Autosuggestion.

5000 Jahre alte indische Lehre der Lebensbewältigung findet immer mehr Anhänger

svz.de von
14. März 2014, 11:30 Uhr

Morgens zur Arbeit hetzen, am Mittag einen Termin nach dem anderen abarbeiten, nachmittags die Kinder von der Schule abholen und am Abend noch den Haushalt erledigen: Der Alltag kann ganz schön stressig sein. Das kostet Kraft. Um neue Energie zu tanken, widmen sich viele dem Yoga. Die rund 5000 Jahre alte Lehre aus Indien, die philosophische Grundlagen mit körperlichen und geistigen Übungen verbindet, ist im Trend. Schätzungsweise fünf Millionen Deutsche zieht es regelmäßig auf die Matten. Tendenz steigend.

Längst vorbei sind die Zeiten, in denen die traditionellen Übungen als esoterischer Schnickschnack für Ökos abgetan wurden. Heute werden sie geschätzt. Zunehmend auch von Ärzten. Denn die moderne Yoga-Praxis stützt sich auf aktuelle medizinische Kenntnisse. Anerkannte Studien beweisen: Die alte Form der Lebensbewältigung fördert die Gesundheit, stärkt Körper, Geist und Seele.

Doch was macht Yoga aus? Annemarie Boeck weiß es. Die gelernte Ergotherapeutin und ausgebildete Yoga-Lehrerin unterrichtet seit drei Jahren die alte Kunst in ihrem Yoga- und Entspannungszentrum in Schwerin. Sie erklärt: „Es ist das Zusammenspiel von ausgewählten Körperpositionen, speziellen Atemübungen sowie Techniken der Meditation und Autosuggestion.“ Das Ziel sei eine ganzheitliche Behandlung. Konkret bedeute das, die Psyche mit der Physis zu verbinden und sie in Einklang zu bringen, sagt Boeck. „Es geht darum, Kraft zu sammeln, sich selbst bewusst spüren zu lernen, ein inneres Gleichgewicht zu finden und dies in den Alltag mitzunehmen.“

Das sei auch der gravierender Unterschied zu anderen Sportarten, so die Trainerin weiter. Yoga diene nicht dazu, sich auszupowern, wie es beispielsweise im Fitnessstudio der Fall ist. Vielmehr zielen die Übungen darauf ab, gestärkt aus ihnen hervorzugehen.

So sollen verschiedene Körperstellungen einen positiven Einfluss auf den Stoffwechsel und die Verdauung haben, das Herz-Kreislauf- und das Immunsystem stärken und die Beweglichkeit des gesamten Körpers erhöhen. Zudem sollen Atem- und Entspannungsübungen sowie mentale Trainingsmethoden die Konzentrationsfähigkeit und Stressbewältigung verbessern.

Die vorteilhafte Wirkung von Yoga schätzt auch Helene Krause. Die ehemalige Lehrerin hatte nach 40 Jahren im Beruf Schwierigkeiten, zur Ruhe zu kommen. „Ich hätte nicht gedacht, dass es mir so schwer fällt, meinen Job loszulasssen“, erzählt die 66-Jährige. Erst Yoga verschaffte ihr Entspannung. „Ich bin jetzt sieben Jahre dabei. Yoga hilft mir den nervenaufreibenden Alltag zu bewältigen.“ Zudem sei sie beweglicher geworden. Ähnlich geht es Birgit Nabert. Die 53-Jährige macht seit drei Jahren Yoga. „Die Übungen tun dem Körper gut und sie dienen dem Wohlbefinden“, sagt sie.

Beide Frauen besuchen regelmäßig Kurse im Yogazentrum Schwerin. Hier unterrichten Boeck und drei weitere Lehrer Hatha-Yoga – die wohl bekannteste und beliebteste Yoga-Variante. „Es geht dabei um Gegensätze: Spannung und Entspannung, mal aktiv zu sein, mal ruhend“, erklärt Boeck. Jeder könne das. Daher sei Yoga auch für Personen jeden Lebensalters geeignet – egal welche Voraussetzungen er mitbringe, so die 30-Jährige. Sie biete deshalb auch Kurse an, die Jedermann offen stehen. Daneben gibt es aber auch Angebote speziell für Senioren, Schwangere und Kinder.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen