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Fitness und Wellness

24. August 2017 | 12:28 Uhr

training : Voll und ganz nur für mich da

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Personal Trainer erstellen ein individuell zugeschnittenes Programm, korrigieren Hobbyathleten und feuern ihn an.

Man kennt sie als gestählte Fitnessgurus, die die Stars schlank, schön und muskulös machen. Doch Personal Trainer sind nicht nur in der schillernden Glamourwelt der Promis unterwegs. Sie arbeiten auch hierzulande mit jedem Menschen, der etwas für seine Fitness tun möchte. Kunden können in Fitnessstudios die Dienste eines Personal Trainers hinzubuchen. Viele freiberufliche Fitnessgurus arbeiten außerdem mit Partnerstudios zusammen, um dort mit ihren Kunden an den Geräten arbeiten zu können. Das Prinzip bleibt das gleiche: „Personal Training meint, dass sich ein Trainer voll und ganz auf einen Kunden konzentriert“, erklärt Benjamin Wienke vom Internetportal www.yourpersonaltrainer.de.

„Personal Trainer sind ein bisschen wie Psychologen“, ergänzt Lonneke Boel, Personal Training Coordinator bei Fitness First. „Die Kunden erzählen ihr Leben. Wir Personal Trainer versuchen, gemeinsam mit dem Kunden dessen Ziel zu erreichen.“ Der Kunde ist oft jemand, dessen Arbeitstag wenig Zeit für Sport lässt und der zeitlich flexibel Sport treiben möchte. „Auch sind es Menschen, die sich selbst schlecht motivieren können und jemanden brauchen, der sie antreibt“, sagt Prof. Theo Stemper, Ausbildungsdirektor beim Deutschen Fitness und Aerobic Verband.

Allerdings ist der Begriff Personal Trainer nicht geschützt, jeder darf sich so nennen. Wie unterscheidet sich der gute vom schlechten? „Man sollte nach der Qualifikation, nach Referenzen und Berufserfahrung fragen“, rät Prof. Winfried Banzer vom Institut für Sportwissenschaften an der Universität Frankfurt am Main. Idealerweise sei der Personal Trainer diplomierter Sportwissenschaftler oder könne eine Übungsleiterausbildung vorweisen. Auch Physiotherapeuten, Sport- oder Gymnastiklehrer hätten eine passende Basis. „Ebenso wenig ist es ein Manko, wenn man nur einen Trainerschein hat“, gibt Stemper zu bedenken.

Hat man Kontakt zu einem Trainer aufgenommen, ist es üblich, sich zu einem unverbindlichen Kennenlerngespräch zu treffen. Dabei lässt sich herausfinden, ob der Trainer zuverlässig wirkt und einem sympathisch ist. „Auch sollte man fragen, mit welchen Methoden er arbeitet“, rät Banzer. Bei dem Gespräch erfragt ein guter Personal Trainer, was der Kunde wünscht, welches Ziel er hat.

Entschließt sich der Kunde zu einem Training, wird eine detaillierte Anamnese gemacht: Fragen nach Alter, Gewicht und Ziel des Kunden werden ergänzt durch Fitnesstest, Blutdruckmessung und medizinische Angaben. Je besser die Anamnese, desto genauer kann der Trainer ein individuelles Konzept entwerfen. Dieses setzt er mit dem Kunden um.

Der Trainer demonstriert eine Übung, dann ist der Hobbysportler dran. Dabei steht ein guter Personal Trainer nicht einfach daneben, sondern er korrigiert, optimiert, führt Protokoll und steuert die Intensität. Denn wo der Freizeitsportler selbst gern mal etwas großzügiger ist bei dem Maß der Belastung, feuert der Trainer an und achtet auf Genauigkeit.

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