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Ratgeber : Vertrag im Fitnessstudio vorzeitig kündigen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Will ein Kunde vorzeitig aus einem Fitnessstudio-Vertrag aussteigen, braucht er dafür einen wichtigen Grund. „Nur dann ist eine außerordentliche Kündigung möglich“, sagt Julia Schmitz von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Ein berufsbedingter Umzug ist nach Auffassung des Bundesgerichtshofes (BGH) jedoch kein ausreichender Grund für eine außerordentliche Kündigung, wie aus einem Urteil vom Mittwoch hervorgeht. Doch was gilt bei Verletzung, Schwangerschaft oder schwerwiegender Krankheit?

Krankheit
Handelt es sich um eine dauerhafte und ernsthafte Krankheit, haben Kunden in der Regel ein Sonderkündigungsrecht. „Der Studiobetreiber darf in diesem Fall vom Kunden ein Attest verlangen“, sagt Schmitz. Es reicht, wenn der Arzt die Sportunfähigkeit bestätigt. Er muss nicht die genaue Krankheit angeben.
Verletzung
Ein vorübergehender Ausfall – etwa wegen einer kurzzeitigen Muskelverletzung – ist meist kein Grund für eine Sonderkündigung. Dauert der Heilungsprozess länger an, rät Schmitz: „Verhandeln Sie mit dem Studiobetreiber, ob Sie die Ausfallzeit am Ende des Vertrages anhängen dürfen.“
Schwangerschaft
Um vorzeitig aus dem Vertrag zu kommen, darf die Frau beim Abschluss noch nichts von ihrer Schwangerschaft gewusst haben. Außerdem kommt es auf den Einzelfall an – also den konkreten Verlauf der Schwangerschaft. Ist das Training für die Frau zumutbar, darf sie den Vertrag in der Regel nicht kündigen, erklärt Schmitz.
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