zur Navigation springen
Fitness und Wellness

22. November 2017 | 06:37 Uhr

Golf spielen : Golfsport im Land der Highlander

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Beim Abschlag in Schottland schwingt Historie mit.

Kilts, Whisky, Haggis und die Nationalhymne – doch besonders stolz sind die Schotten auf ihren Nationalsport: Golf macht einen großen Teil der Identität aus.

Erstmals seit 1973 war das Mutterland des Golfsports in diesem Jahr wieder Austragungsort des Ryder Cups, eines der weltweit bedeutendsten Golf-Turniere.

„Die ersten Aufzeichnungen über Golf in Schottland reichen in das 15. Jahrhundert zurück. Und das moderne Spiel, wie wir es kennen, wurde ebenfalls dort begründet“, sagt Declan O´Malley.

Golf ist in Schottland selbstverständlich. „In Schottland sind die berühmtesten Golfplätze St. Andrews 'The Old Course', Carnoustie und Royal Troon im Besitz der jeweiligen Städte und Kommunen. Damit ist jeder Schotte berechtigt, an diesen öffentlichen Orten zu spielen.

In den meisten Haushalten steht ein Golfbag, das für eine Partie zwischendurch mit Freunden hervorgeholt wird. Golf bedeutet für die Schotten, einen Gemeinschaftssport zu zelebrieren“, sagt Golfplatzbauer Declan O´Malley.

Schottland hat mehr als 500 Courses. Der Golftourismus macht ungefähr vier Prozent der gesamten Tourismuseinnahmen aus. Und das hat seinen Grund: Wer in Schottland den Schläger schwingen will, braucht weder Platzreife noch Mitgliedschaft und kann zu niedrigen Konditionen auf den zahlreichen „Pay and Play“-Kursen spielen.

So unterschiedlich der Umgang mit der Tradition, so verschieden stellt sich auch die Golfplatzarchitektur dar. „In Schottland geht es den Architekten nicht darum, große Golfanlagen zu konzipieren. Vielmehr suchen sie nach geeigneten Landschaften, in denen sich ein Golfplatz optimal integrieren lässt“, erklärt O´Malley. So verhält es sich auch bei den für Schottland so typischen „Links-Courses“. Diese speziellen Golfplätze lassen sich nicht nur durch ihre baumlosen Areale charakterisieren. Historisch betrachtet, bezeichnet der Begriff „Links“ einen Küstenstreifen mit sandigen Böden, Dünen und besonders hügeliger Topographie.

Diese eignen sich ideal für ein schnelles Spiel. Das Fairway und die Greens sind mit kleinen Kuppen übersäht. Der Profi unterscheidet somit zwischen zwei Spielweisen: Typische Golfplätze werden durch ihre weiten Landschaften 'in der Luft gespielt'. Die Links-Courses werden auf dem Boden bestritten.

 


Quelle: Expertise von Declan O´Malley, Geschäftsführer der European Golf Services (EGS). www.egsint.com


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen