Fastenmonat endet am 14. Juni : Fastenzeit für Muslime ab 15. Mai: Was bedeutet Ramadan?

Der Ramadan beginnt: Vom 15. Mai bis zum 14. Juni heißt es auch für knapp fünf Millionen Muslime in Deutschland wieder: Fastenzeit.

Der Ramadan beginnt: Vom 15. Mai bis zum 14. Juni heißt es auch für knapp fünf Millionen Muslime in Deutschland wieder: Fastenzeit.

Heute Abend beginnt wieder der Ramadan. Auch rund fünf Millionen Muslime in Deutschland fasten vom 15. Mai bis 14. Juni.

svz.de von
15. Mai 2018, 05:00 Uhr

Hamburg | Für Muslime in Deutschland beginnt heute der Fastenmonat Ramadan. Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime, Aiman Mazyek, hat die Gläubigen am Montag in Köln dazu aufgerufen, den Ramadan für Gottesdienste zu nutzen und sich für Frieden einzusetzen. „Es darf keinen Platz für Hass, Ausgrenzung und Rassismus in unserer Gesellschaft geben." Am 15. Juni wird das Ende des Ramadan mit dem Zuckerfest gefeiert. 

Wann beginnt der Ramadan?

Dieses Jahr beginnt die Fastenzeit für Muslime in Deutschland am Abend des 15. Mai 2018 (Dienstag). Der erste Tag des Ramadan ist hierzulande dieses Jahr der 16. Mai 2018. Der Ramadan endet am Abend des 14. Juni 2018 (Donnerstag). Darauf folgt das dreitägige Ramadanfest.

Was bedeutet Ramadan?

Das Fasten gehört wie das Glaubensbekenntnis, die täglichen Gebete, die Armensteuer und die Pilgerfahrt nach Mekka zu den fünf Säulen des Islam. Der Monat Ramadan, der neunte im islamischen Mondjahr, wandert durch das Kalenderjahr. Der Ramadan beginnt und endet, wenn die Mondsichel nach Neumond erstmals wieder sichtbar ist.

Kein Essen, kein Trinken, kein Sex

Im Fastenmonat Ramadan sind muslimische Gläubige aufgerufen, von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang auf Essen, Trinken, Rauchen und Geschlechtsverkehr zu verzichten. Abends treffen sie sich oft mit Freunden und Verwandten zum gemeinsamen Fastenbrechen (arabisch: Iftar). Das Fasten gehört zu den fünf Säulen des Islams. Ausgenommen sind Kinder, Alte und Kranke, Schwangere und Reisende sowie Soldaten im Krieg.

Ramadan – Monat der guten Taten

Der Ramadan ist auch der Monat der guten Taten und der Läuterung von Körper und Seele. Mitmenschlichkeit und Versöhnung stehen im Mittelpunkt, die Gläubigen entrichten die Armensteuer Zakat oder unterstützen Bedürftige. Allerdings gehört der Fastenmonat nicht zu den vier Monaten im islamischen Kalender, in denen Krieg ausdrücklich verboten ist. Denn auch der Prophet Mohammed hat im Ramadan Schlachten geführt und sogar die heilige Stadt Mekka erobert. 

Die „Nacht der Bestimmung" als Höhepunkt im Ramadan

Höhepunkt ist im letzten Drittel des Fastenmonats die „Lailat al-Qadr", die „Nacht der Bestimmung", in der nach der Überlieferung dem Propheten Mohammed erstmals Verse des Korans offenbart wurden. Viele Muslime beten dann die ganze Nacht durch, da sie auf Vergebung ihrer Sünden hoffen. In den Moscheen finden während des gesamten Monats Koranunterweisungen statt. Abends treffen sich Muslime mit Verwandten und Freunden zum üppigen Essen. In vielen islamischen Ländern verkürzen Geschäfte und Behörden im Fastenmonat die Arbeitszeiten. In einigen Ländern wird das Fasten in der Öffentlichkeit sogar streng überwacht. 

Ramadan seit 2008 weltweit zur selben Zeit

Seit 2008 begehen die vier im Koordinationsrat der Muslime zusammengeschlossenen Islamverbände den Ramadan zur selben Zeit. Dabei folgen sie nach eigenen Angaben der von der Organisation der Islamischen Konferenz (OIC) erarbeiteten Grundlage, die sich an der frühesten Sichtung des Neumonds in der jeweiligen Region orientiert. Im Koordinationsrat sind neben dem Zentralrat auch der türkische Islamverband Ditib, der Verband der Islamischen Kulturzentren (VIKZ) und der Islamrat zusammengeschlossen. 

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