Ein Experte gibt Tipps : Wie umgehen mit pubertierenden Kindern?

Anfeindungen des Kindes sollte man dem Experten zufolge während der Pubertät nicht sofort persönlich nehmen.
Anfeindungen des Kindes sollte man dem Experten zufolge während der Pubertät nicht sofort persönlich nehmen.

In der Pubertät geht vieles drunter und drüber. Sowohl für das Kind als auch für die Eltern ist diese Phase oftmals nicht einfach. Wie geht man mit den Provokationen eines Kindes, das seine Grenzen austesten will, am besten um?

svz.de von
23. November 2018, 04:55 Uhr

Die Schule nervt, die Eltern sowieso, und überhaupt ist das Leben einfach nur anstrengend. Meist sind Kinder in der Pubertät ständig auf Krawall gebürstet. Sollten Eltern dem Streit lieber aus dem Weg gehen oder dagegenhalten?

«Es stellt sich für Eltern die Frage, was kann ich aushalten? Oft ist es klüger, nicht auf jede Provokation einzugehen», rät Ulric Ritzer-Sachs von der Onlineberatung der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung .

Phrasen wie «Ey, Alter» sollte man eher überhören. «Anders sieht es bei Drohungen oder Beleidigungen aus. Die gehen gar nicht, vor allem nicht in der Familie!», stellt der Erziehungsexperte klar. Es mache aber in dieser Situation keinen Sinn, das sofort zu klären. Jetzt gilt es, ruhig zu bleiben. Betroffene Eltern sollten «Stopp» sagen und eine Pause festlegen.

Dann ist es wichtig, Ich-Botschaften zu senden, wie «Ich möchte nicht, dass du so mit mir redest.» Völlig nach hinten losgehen könnte ein «Wie redest du denn mit mir?» Damit fingen nur sinnlose Diskussionen an: «Meist hat ja das Kind selbst entdeckt, dass die Beleidigung daneben war, ist aber nicht fähig, sich zu entschuldigen oder sich zu erklären.»

Generell sollten Eltern nicht alles persönlich nehmen. Ritzer-Sachs: «Bei dem Jugendlichen war wahrscheinlich kurz zuvor irgendetwas schiefgelaufen, was mit einem gar nichts zu tun hat.»

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