Chatten, posten, kommentieren : Machen soziale Medien Jugendliche unzufriedener?

Kein Grund zur Sorge: Facebook und Co. haben offenbar nur wenig Einfluss darauf, wie glücklich Jugendliche sind. /dpa-tmn
Kein Grund zur Sorge: Facebook und Co. haben offenbar nur wenig Einfluss darauf, wie glücklich Jugendliche sind. /dpa-tmn

Ein Leben ohne WhatsApp, Instagram und Co ist für die meisten Schüler in Deutschland wohl kaum noch vorstellbar. Viele Eltern sehen das mit Sorge. Welchen Einfluss haben die Sozialen Medien auf die Zufriedenheit der jungen Nutzer?

svz.de von
08. Mai 2019, 10:16 Uhr

Die Nutzung von sozialen Medien wirkt sich kaum auf die Lebenszufriedenheit von Jugendlichen aus. Das haben Wissenschaftler der Universitäten Hohenheim und Oxford herausgefunden.

Für die Studie «Understanding Society» haben die Forscher über acht Jahre hinweg Angaben von Jugendlichen ausgewertet - insgesamt 5492 Teenager im Alter zwischen 10 und 15 Jahren. Den Autoren zufolge liegt der Einfluss auf deren Lebenszufriedenheit bei weniger als einem Prozent.

Es gebe nur eine «ganz schwache Wechselwirkung» zwischen dem Konsum sozialer Medien und der Lebenszufriedenheit, erklärt Tobias Dienlin, Kommunikationswissenschaftler an der Uni Hohenheim. Bei zunehmendem Konsum sinke die Lebenszufriedenheit geringfügig. Gleichzeitig steige bei sinkender Zufriedenheit in leichtem Maße der Konsum von Facebook und Co. «Die Effekte scheinen dabei für Mädchen etwas ausgeprägter zu sein als für Jungen», heißt es.

Acht Jahre lang hatten Jugendliche regelmäßig angegeben, wie viele Stunden sie an einem Schultag mit sozialen Medien verbrachten und wie hoch die aktuelle Lebenszufriedenheit war. Diese bewerteten sie auf einer siebenstufigen Skala für verschiedene Bereiche wie Freundschaften, das Aussehen oder die familiäre Situation.

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