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Frische Blumen  tragen zur Wohlfühlatmosphäre bei.
Frische Blumen tragen zur Wohlfühlatmosphäre bei.

Wer Übernachtungsbesuch bekommt, muss seinen Gästen nicht Hotelkomfort bieten / Dennoch sollten Besucher umsorgt werden

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07. November 2017, 09:24 Uhr

Wer regelmäßig Besuch hat, weiß, wie herausfordernd es sein kann, ein guter Gastgeber zu sein. Vor allem, wenn die Gäste über Nacht bleiben. Zwar erwarten Familie und Freunde keinen Hotelstandard. Sich als Gastgeber ein Stück weit daran zu orientieren, sei dennoch ratsam, findet die Kommunikationsberaterin Tosca Freifrau von Korff:

„Die Betten etwa sollten bereits bezogen sein. Auch eine kleine Aufmerksamkeit wie eine handgeschriebene Karte mit Willkommensgruß vermittelt Wertschätzung.“ Auf dem Nachttisch könnten eine Flasche Mineralwasser, ein Glas und vielleicht eine kleine Nascherei stehen. „Auch frische Blumen tragen zur Wohlfühlatmosphäre bei“, ergänzt Agnes Anna Jarosch, Leiterin des Deutschen Knigge-Rats in Stuttgart. Ebenso wichtig sei es, Platz zu schaffen. Selbst eigene Familienmitglieder, die kurz zu Besuch sind, sollten nicht aus dem Koffer leben müssen. „Im Gästezimmer ein oder zwei Schubladenfächer freizuräumen, ist das Mindeste“, rät von Korff. Im Badezimmer, das gründlich geputzt wurde, sollte ebenfalls Platz geschaffen werden, damit der Besuch Kulturbeutel und Handtücher ablegen kann.

Und damit er sich schon von der ersten Sekunde an wohlfühlt, wird für dessen Ankunft auch kulinarisch etwas vorbereitet. „Nicht selten hat man eine lange Anreise und trifft durstig und hungrig ein. Eine Mahlzeit oder zumindest ein Snack sollten bereitstehen“, empfiehlt von Korff. Nach der kleinen Stärkung bietet sich – zumindest für Besucher, die das erste Mal kommen – eine Führung durch das Haus oder die Wohnung an.

„Hier kann der Gastgeber gerne Regie führen und Orientierung geben, indem er zeigt, wo sich welcher Raum befindet, wo die Garderobe abgelegt werden kann und Platz für das Gepäck ist oder sich der Tee befindet, sollte man sich einen aufbrühen wollen“, zählt Jarosch auf.

Wie stark der Besuch dann während des weiteren Aufenthalts umsorgt werden sollte, hängt davon ab, wer angereist ist: „Freunde gleichen Alters können beim Tischdecken oder Kochen eingeplant werden. Großeltern sollte man eher umsorgen, um ihnen das zurückzugeben, was man früher in der Kindheit von ihnen an Gastfreundschaft erfahren hat“, sagt von Korff.

Um Ärgernisse zu vermeiden, sei eine klare Kommunikation im Vorfeld wichtig. „Man sollte offen die Standards ansprechen“, empfiehlt Knigge-Expertin Jarosch: „Wie wird das Gästebett beschaffen sein? Sind genügend Handtücher vorrätig? Muss ein Schlafsack mitgebracht werden? Dann passt auch die Erwartungshaltung.“ Auch eventuelle Nahrungsmittelallergien können vorab abgefragt werden.

Zu Unstimmigkeiten führt nicht selten auch die Frage, wie häufig die Gäste zum Beispiel bei Ausflügen begleitet werden müssen. Hier hilft es, ehrlich zu kommunizieren, wann man Zeit hat. Gastgeber sollten immer im Hinterkopf behalten, dass auch der Besuch sich anzupassen hat.

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