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Essen und Trinken

16. Dezember 2017 | 02:27 Uhr

Trend : Waffeln mal herzhaft als Mahlzeit

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Sie schmecken vegetarisch, mit Fisch und glutenfrei: Mit ein paar Tricks lassen sich die fluffigen Herzen sogar unbeschwert genießen.

Mit Sahne, heißen Himbeeren oder einfach nur Puderzucker: So kennen und lieben viele Waffeln. Aber es gibt sie auch herzhaft – denn im Prinzip lassen sie sich natürlich mit allen möglichen Zutaten zubereiten und im Eisen herrlich fluffig backen.

Rezepte gibt es viele: Chiliwaffeln, Raclettewaffeln oder Rote-Bete-Waffeln mit Meerrettich-Schmand. Die Auswahl ist schier grenzenlos.

Die Kochbuchautorin Christina Richon kennt den Vorteil der pikanten Variante: Wie auch die süßen Waffeln bekommen sie schnell und einfach auch Anfänger gebacken. Und mit Dinkel- oder Roggenmehl, Zwiebeln, Speck, Lachs oder Gartenkräutern verwandelt sich einfaches Gebäck in leckere Mahlzeiten.

Richon backt die pikanten Exemplare als Beilage für Salat und Suppe. Gehaltvoll und gut sättigend ersetzen sie aber auch eine kleine Hauptmahlzeit. „Sie sind gut geeignet für den Sonntagsbrunch, Feste oder als gesunder Snack mit frischen Zutaten “, sagt die Autorin. Ihre Lieblingswaffeln der pikanten Art sind südamerikanisch angehauchte Avocadowaffeln mit einer Tomatensalsa, die sie kräftig mit Chili würzt. Bei der Füllung darf man der Kreativität freien Lauf lassen: „Mal das selbst gemachte Lieblingspesto, mal Kräuterfrischkäse oder Chorizo, Serrano-Schinken – ganz nach Belieben.“

Auch Stephanie Kosten ist begeisterte Hobbyköchin und veröffentlicht auf ihrem Foodblog „Kleiner Kuriositätenladen“ und in ihrem Buch Rezepte aus ihrer Küche. Sie macht aus Waffeln sogar Burger und kombiniert süß mit salzig. So habe sie experimentiert und aus einer Briochewaffel eine Erdnussbutterwaffel gemacht. Das leicht süßliche Aroma der Erdnussbutter passe in Kombination gut mit einer saftigen Fleischbulette, einer Gewürzgurke und Portweinzwiebeln zusammen. Dazu geht ein Salat oder Schmand-Dip und ein Glas gekühlter Cidre.

Die Dr. Oetker Versuchsküche gibt den Tipp, übrige Waffeln einzufrieren. Im Toaster lassen sich die Waffeln schnell aufbacken. Am besten schmecken die Waffeln natürlich frisch aus dem Eisen. Enthält der Teig etwas Käse, werden sie besonders knusprig. Die fertig gebackenen Waffeln sollten auf einem Gitterrost leicht abkühlen und warm serviert werden. Wenn sie ganz heiß auf den Teller kommen, bildet sich leicht Feuchtigkeit und die Waffeln verlieren ihre knusprige Hülle.

Herzhafte Waffeln sind auch eine gute Variante bei Lebensmittelunverträglichkeiten. „Vegane Waffeln bekommt man durch vegane Margarine, Pflanzenöle oder Ei-Ersatzpulver“, sagt Richon. Bei einer Gluten-Unverträglichkeit glutenfreie Zutaten als Mehlersatz verwenden.

Ist eine Zutat mal nicht zu Hause, hat sie Ersatztipps parat: Ein Drittel der Mehlmenge kann etwa durch gemahlene Mandeln, Haselnüsse, Walnüsse, Hafer- oder Kokosflocken ersetzt werden. Ein Drittel Grieß anstelle von Mehl verleiht der Waffel mehr Biss. Milch lässt sich durch Kefir oder Kokosmilch ersetzen. Kalorienarmer geht es mit Mineralwasser oder frisch gepresstem Orangensaft. So lassen sich die Waffeln noch öfter ohne schlechtes Gewissen genießen.

Autorin: Teresa Tropf

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