Stiftung Warentest : Voll mit Schadstoffen: Viele Colas mittelmäßig

In vielen Colagetränken verstecken sich große Mengen des möglicherweise krebserregenden Stoffes 4-MEI.
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In vielen Colagetränken verstecken sich große Mengen des möglicherweise krebserregenden Stoffes 4-MEI.

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03. Juni 2016, 21:00 Uhr

Süß, prickelnd, braun: Für viele darf Cola im Kühlschrank nicht fehlen. Wer einen halben Liter trinkt, schöpft damit das empfohlene Zuckerlimit für Erwachsene von 50 Gramm täglich schon aus. Neben dem hohen Zuckergehalt fallen viele Produkte aber auch wegen unerwünschter Schadstoffe negativ auf.

Die Stiftung Warentest vergibt deshalb nur für 4 von 29 getesteten Colas die Note „gut“. Am besten schneiden die Varianten ab, die mit Süßstoffen gesüßt und somit zuckerfrei sind, heißt es in der Zeitschrift „test“ (Ausgabe Juni 2016).

Testsieger ist Coca-Cola light (Gesamtnote gut/2,1). Es folgen Coca-Cola Zero (Gesamtnote gut/2,4) und die zwei Discounterprodukte Freeway Cola Light von Lidl (Gesamtnote gut/2,4) und River Cola 0% Zucker von Aldi Nord (Gesamtnote gut/2,5).

Zwei Produkte fallen mit einem „Mangelhaft“ durch, der Großteil bekommt ein „Befriedigend“. Fünfmal wurde ein „Ausreichend“ vergeben.

Kritik gibt es für den Schadstoff 4-Methylimidazol (4-MEI), der bei der Herstellung des Farbstoffs Zuckerkulör entsteht. Er verleiht der Cola die braune Farbe. Allerdings fehlen in der EU Grenzwerte dafür, wie viel des Schadstoffs in Lebensmitteln stecken darf. 4-MEI gilt möglicherweise als krebserregend. Bei vier Produkten fanden die Warentester bedenklich hohe Mengen des Stoffes.

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