Frühstück : So versüßt Porridge den Morgen

Porridge lässt sich vielfältig kombinieren.
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Porridge lässt sich vielfältig kombinieren.

Früchte liefern Süße und Frische – und bei Milchprodukten und Getreide darf man experimentieren.

svz.de von
15. März 2016, 00:01 Uhr

Etliche altbekannte Lebensmittel gelten plötzlich als supermodern. Unter anderem Porridge. Huch, denkt sich wohl mancher, der seit Jahrzehnten jeden Morgen seinen gekochten Haferbrei löffelt – denn genau das ist Porridge.

Auf zahlreichen Modeblogs und in Kochbüchern präsentieren die Autoren Kreationen mit frischen oder getrockneten Früchten, Ahornsirup und Milchprodukten. Und nicht mal Hafer ist als Grundlage für Porridge Pflicht.

Bei den Zutaten darf gespielt werden, wer es richtig macht, kann sich so ein gesundes Frühstück anrühren. Getreide in Kombination mit Obst, Milchprodukten und vielleicht Nüssen mache aus Porridge ein vollwertiges Frühstück, sagt Gabriele Graf, Expertin für Lebensmittel und Ernährung bei der Verbraucherzentrale NRW. Wichtig: Vorsicht mit Süße und Zucker. „Süße kann in Form von Früchten zugegeben werden“, sagt Graf. Das kann auch Trockenobst sein. Ursprünglich wurde Porridge ebenso gesalzen gegessen, erzählt die Expertin.

Traditionell kocht man zuerst Haferbrei aus Haferflocken oder gemahlenem Hafer. „Es ist Geschmackssache, ob man gleich Milch mitkocht – oder das Porridge lediglich in Wasser kocht und die Milch hinterher kalt darüber gibt“, sagt Maja Nett, Food-Bloggerin und Kochbuchautorin. Es muss keine Kuhmilch sein, Ersatzprodukte gehen ebenfalls.

Wer dann doch etwas süßen will, gibt Honig, Sirup oder Zimt und Zucker darüber, empfiehlt Nett. Süße liefern auch Apfelmus oder getrocknete, eingeweichte Pflaumen. Wer mag, gibt auf den heißen Brei tiefgefrorene Himbeeren - die tauen an und behalten einen kühlen Kern. Zum Porridge schmecken außerdem Nüsse. Auch bei der Wahl der Flocken lasse sich variieren, sagt die Bloggerin. „Dinkel-, Hirse- oder Reisflocken sind eine Abwechslung zu klassischen Haferflocken.“ Nett mag gern eine Abwandlung des klassischen Porridge mit Quinoa. Sie kocht das Pseudogetreide in Milch: „Ich schmecke es hinterher mit Trockenpflaumen oder Ahornsirup und einem Klecks Naturjoghurt ab.“ Mischungen aus Getreide und Pseudogetreide empfiehlt die australische Köchin und Autorin Donna Hay in ihren Büchern. In einem gibt es das Rezept für ein Fünfkorn-Porridge – aus Dinkel-, Hafer- und Gerstenflocken, weißem Quinoa und Leinsamen. Hay empfiehlt, die Körner in einer Milch-Wasser-Mischung zu köcheln und zum Schluss Meersalzflocken und Honig dazuzugeben.

Während der warme Brei für manche am Morgen noch ungewohnt ist, empfinden andere das als besonders wohltuend. Viele schreckt aber der vermeintliche Aufwand ab, schon am Morgen den Herd anzumachen und mehrere Zutaten zu mischen. Aber an der Zeit solle es nicht scheitern, meinen die Expertinnen. „Generell ist Porridge ultraschnell zuzubereiten“, sagt Nett. Wer es morgens eilig hat, gibt einfach nur die Haferflocken mit Wasser in den Topf und köchelt die Mischung einige Minuten leicht. „In der Zwischenzeit kann man sich wunderbar die Zähne putzen oder die Haare frisieren.“ Danach etwas kalte Milch und Zimt-Zucker dazugeben und genießen.

Graf empfiehlt, sich bewusst Zeit für ein Frühstück und dessen Zubereitung zu nehmen. „Außerdem kann man zum Beispiel etwas gröbere Haferflocken schon am Vorabend in Wasser einweichen.“ Die Mischung bleibt dann über Nacht im Kühlschrank. „Am Morgen kann man die gequollenen Flocken mit etwas Milch in der Mikrowelle oder im Topf erhitzen, oder auch einfach kalt angerührt mit Milchprodukten essen.“ Wer auf Milch verzichten will, kann die Flocken in Orangensaft einweichen. Dazu passen getrocknete Aprikosen, Zimt und Kakaopulver.

Inzwischen gibt es fertige Porridge-Mischungen im Supermarkt. Dabei sollte man sich die Zutatenliste genau anschauen – oft steckt darin viel Zucker.

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