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Ran an die Buletten : So schmecken Burger vom Grill

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Vom geschmacksneutralen Fast Food zu einem vielseitigen Gericht dank hochwertiger Zutaten

Zwei pappige Brötchenhälften, dazwischen fetttriefendes Fleisch und ein Salatblatt – ein solcher Burger mag für manche einen gewissen Charme haben. Es geht aber bedeutend genussvoller: „Das Tolle am Burger ist, dass man viele Produkte kombinieren kann und es so sehr vielfältig ist“, sagt Tobias Walker, Grillmeister des Geräteherstellers Weber-Stephen. Kein Wunder also, dass der Burger von vielen Gastronomen entdeckt und zum neuen Trendgericht gemacht wurde.

Jeder Hobbykoch kann zu Hause loslegen. „Schon beim Brötchen kann man variieren“, sagt Walker. Er empfiehlt Ciabatta- oder Laugenbrötchen, Baguette oder Bauernbrot.„Auf dem Grill geröstetes Roggenbrötchen passt grandios zu dem Fleischpatty“, erläutert er. Patty – das ist der Bratling, das Herzstück des Burgers. Klassisch ist es aus Rindfleisch. „Am besten wählt man Nacken und Brust“, rät Sascha Ludwig, Küchenchef des Restaurants „Filetstück“ in Berlin. Neben Rind sind auch Schwein, Lamm oder Geflügel lecker. Lammfleisch soll etwa 20 Prozent Fett enthalten – ebenso wie Rinderhack. Fett macht den Burger saftig.

Soll ein Geflügelburger auf den Grill, kann Hühnchen- oder Putenfleisch fein gehackt werden. Im Gegensatz zu Rind und Lamm zerfällt es jedoch rasch. „Man sollte ein Ei oder Semmelbrösel untermischen“, rät Walker. Zudem sollten Geflügelpattys eine Stunde vor dem Grillen in den Kühlschrank, damit sie fest werden. Das Gleiche gilt für Fisch, der nicht nur als Filet, sondern auch zerpflückt und zu einem Patty geformt werden kann. „Lachs oder Zander eignen sich gut“, empfiehlt Jan Gleue, Küchenchef des Restaurants „Vielmeer“ in Kühlungsborn. „Lecker ist auch ein Thunfischsteak, das auf dem Grill einmal von beiden Seiten kurz angebraten wird.“

Ein Bratling sollte vor dem Grillen immer etwas gewürzt werden. Pfiff bekommen Rind und Schwein mit Knoblauch, Chilipulver oder Paprika, Kumin, Salz, Pfeffer und Zwiebel. „Senfsamen verfeinern Hühnchen und Pute“, so Walker.

Der Spaß am Burger der besonderen Art hört bei Salat und Käse nicht auf. Cheddar ist für den Cheeseburger ideal. Ludwig rät, jungen Cheddar zu wählen, der rasch schmilzt. Gereifter Cheddar ergänzt dies – er gibt aber ein kräftiges Aroma. Man kann den einen über, den anderen unter den Paddy legen. „Bitte keinen Eisbergsalat auf den Burger legen, er schmeckt nach nichts“, fügt Gleue hinzu. Er rät zu Feldsalat, Radicchio oder Rucola oder Baby-Romana-Salat.

Fehlt nur noch ein vegetarischer Burger: Statt Fleisch kommen Halloumikäse, Tofu oder Portobello-Pilze, braune Riesenchampignons, aufs Brot. Walker empfiehlt, viele kleine verschiedene Burger zu grillen. „So kann man vieles kosten, statt nur einen Burger zu essen.“ Ideal für einen Grillabend mit mancher kulinarischen Überraschung.

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