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Kochen & Genießen : So lecker kann die Kopie schmecken

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Genuss geht auch ohne Alkohol: Das beweisen Mocktails – die alkoholfreie Version des Cocktails.

svz.de von
erstellt am 08.Aug.2017 | 12:00 Uhr

Auch wenn sie meist hinten in der Getränkekarte stehen: Fast jeder Bar bietet Mocktails an, die alkoholfreie Variante des Cocktails. Auch ohne Schuss sind die Drinks alles andere als langweilig. Der Name ist ein Wortspiel aus dem bekannten „Cocktail“ und dem englischen Verb „to mock“, was übersetzt „täuschen“ bedeutet. Bei der Zubereitung von Mocktails stehen Sirup und Säfte im Mittelpunkt: Sie sollen über die fehlenden geschmacksgebenden Spirituosen hinwegtäuschen.

Nicht zuletzt soll der Mocktail die gesunde Alternative zum Mixgetränk mit Schuss sein. „Säfte, Obst, und Gemüse liefern die notwendigen Vitamine und Mineralstoffe“, sagt Pablo Enrique Muñoz Hoffmann, Barmanager der „La Banca Bar“ im „Rocco Forte Hotel de Rome“ in Berlin.

Der beliebteste Mocktail im „Hotel de Rome“ ist der „Estate Forte“. Für den sommerlichen Mix mischt Muñoz Hoffmann fünf Zentiliter weißen Pfirsichsirup sowie 2,5 Zentiliter Limettensaft und fügt zehn Blätter frischen Basilikum hinzu. Für eine leicht salzige Note sorgen dann zehn Zentiliter einer Ingwerlimonade. Serviert wird das Ganze schließlich stilvoll mit Crushed Ice. Ein Minzzweig und eine Erdbeere am Stil sorgen für den letzten Schliff.

Doch auch schon aus weniger Zutaten kann ein geschmackvoller Mix entstehen. „Ein Drink braucht mindestens drei Zutaten, um komplex zu sein“, sagen die Ernährungswissenschaftlerin Eva Derndorfer und die Köchin Elisabeth Fischer. Sie haben ein Buch über alkoholfreie Drinks geschrieben. Für den Überraschungseffekt sorgen Rezepturen, bei denen Bekanntes neu kombiniert wird. Zum Beispiel aus Heidelbeeren, Birne und einem Korianderauszug. Für den Heidelbeer-Birnen-Koriander-Drink werden eineinhalb Teelöffel Koriander mit 375 Gramm kochendem Wasser übergossen, fünf Minuten ziehen gelassen und dann abgeseiht. Den abgekühlten Auszug mit rund 500 Gramm Birnensaft und 125 Gramm Heidelbeersaft mischen. Im Weinglas serviert, passt der Drink sehr gut zu deftigen Gerichten wie Flammkuchen oder Rinderbraten.

Besonders fruchtig schmeckt eine Mischung aus Verjus und der Honigmelone. Verjus ist der saure Saft unreifer Trauben. Er ist milder als Essig, liefert aber eine frische, fruchtbetonte Säure und ist im Fachhandel oder beim Winzer erhältlich. Rund 230 Gramm des Traubenwürz-Saftes werden mit 270 Gramm gekühltem kohlensäurehaltigen Mineralwasser und 500 Gramm Honigmelonensaft gemischt. „Statt Melonensaft aus der Flasche kann man eine reife Honigmelone entsaften oder mixen“, sagt Derndorfer. Im letzten Schritt mischt sie noch den Abrieb einer halben Orange unter.

Cocktailklassiker wie Piña Colada oder einen Mojito kann man ebenfalls ganz leicht ohne Alkohol servieren. Der schwedische Barkeeper Örjan Åstrand zerstößt für seinen „Virgin Mojito“ Limettenstückchen und fünf bis sechs Minzblätter in einem Highball Glas. Hinzu kommen jeweils zwei Zentiliter Limonensirup und Zuckersirup. Crushed Ice und Sodawasser füllen das Ganze auf.

Für eine Ananas-Colada mischt Åstrand zwei Esslöffel Kokosmilch und zwei Zentiliter Sahne in einem Shaker. Für den süßen Geschmack sorgt dann der Ananassaft, mit etwa 20 Zentilitern. Eine Prise Salz gehört ebenfalls in den Drink, bevor der Mix kräftig geschüttelt wird. Am besten serviert man den tropischen Mocktail dann mit 200 Milliliter Eis in einem hohen Glas.

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