Ostern : Selbst gemachte Oster-Leckereien

Eine hübsche Alternative zu Ostern.
Eine hübsche Alternative zu Ostern.

Zu Ostern ist das Fasten vorbei: Beim Brunch mit der Familie darf wieder geschlemmt werden. Aber welche Leckereien passen gut?

svz.de von
22. März 2016, 11:45 Uhr

Ein Happen hier, ein Happen dort: Zum Osterbrunch dürfen es gerne kleinere Leckereien seien. Ein paar Ideen:

Mit Schokolade: Österliche Cake-Pops empfiehlt Therese Lehnart vom Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks. Dafür backt sie einen Schokoladenkuchenboden, den sie zerbröselt und mit flüssiger Schokolade und Frischkäse vermischt. Mit der Masse lassen sich Eier formen. „Dann werden sie auf Holzspieße aufgespießt“ und kommen in den Kühlschrank. Sind die Cake-Pops fest, schmilzt Lehnart weiße Schokolade und taucht sie darin ein. Jetzt fehlt noch die Dekoration, als bunte Eier oder Häschen.

Gerhard Schenk, Präsident des Deutschen Konditorenbunds, empfiehlt gefüllte Desserteier. Anfänger wählen am besten eine Nougatfüllung. Nougat sei leicht zu verarbeiten – er müsse nur noch leicht erwärmt werden. Beim Untermischen von anderen Zutaten ist Kreativität gefragt: Schenk empfiehlt Mini-Marshmallows oder Schokolinsen. Bei den Eierformen empfiehlt Schenk, sie zu kaufen.

Mit Ei: Das Ei steht zu Ostern im Fokus. Es muss aber nicht nur als Formgeber herhalten. Wer mit den Kindern Eier ausbläst, hat viel Ei übrig. Wie kann es beim Oster-Brunch Verwendung finden? Etwa als Dessert: Kaiserschmarrn mit Eierlikör-Vanillesoße, ein Tipp von Lehnart.

Und sie hat einen Vorschlag für etwas Deftiges: Brottorte. Statt Tortenboden nimmt man eine Scheibe Brot. Darauf kommen Frischkäse und Gouda, eine Scheibe mit Gewürzgurkenwasser beträufeltes Brot, darauf Frischkäse und zum Beispiel etwas Wurst und eine Scheibe Gurke, dann noch einmal Brot. Die Brottorte wird mit Frischkäse ummantelt. Obendrauf kommen Scheiben vom gekochten Ei und eine Möhre.

Patissier René Frank schlägt Tartelettes mit Eiercreme vor. Dafür macht man einen Mürbeteig und füllt eine Masse aus Ei, Sahne, Zucker und Vanille auf den Teig in die Tartelette-Form. Nach dem Backen streut Frank etwas Zucker auf die Tartelettes und flämmt sie ab.

Sieht aus wie Ei: Bloggerin Kathrin Runge empfiehlt Spiegeleikuchen aus Rührteigboden. Darauf kommt eine Creme aus Quark oder Frischkäse. Dazu gibt es Aprikosen- oder Pfirsichhälften.

Ein Ei für Veganer schlägt René Frank vor: Dafür füllt er in gesäuberte Eierschalen Tofuschaum und Mangosoße. Letztere sieht im Schaum aus wie das Eidotter im echten Ei.

Mit Karotte: Neben Schokolade und Ei darf eine Zutat nicht fehlen: Möhren. Der Klassiker ist der Rübli-Kuchen. Oder auch ein Möhren-Nuss-Brot. Lehnart schlägt vor, den Rübli-Kuchen abzuwandeln – und den Teig in Muffinförmchen zu füllen. Mit Marzipan und Pistazien dekorieren.

Sieht aus wie Karotte: Die Möhre muss nicht immer aus Möhre bestehen: Aus Marzipan ziert sie Oster-Leckereien. Lehnart rät, grünes Marzipan durch eine Knoblauchpresse zu drücken: „Dann hat man Gräser.“ Auf ein Gräser-Nest kommt dann die Marzipan-Möhre.

Mit Geflochtenem: Konditoren-Chef Schenk empfiehlt, aus Hefeteig einen Kranz zu flechten. In die Mitte kommt ein gekochtes oder hohles Ei, um die Kranz-Form zu halten. Wichtig: „Kein rohes Ei mitbacken im Ofen, das platzt!“ Anschließend tauscht Schenk das mitgebackene Ei mit einem bunten.

Lehnart backt einen geflochtenen Osterkorb: Dafür legt sie Hefeteig in Streifen über eine umgedrehte und backofenfeste Schüssel, so dass ein Gitter entsteht. Zwei Teigstreifen flechtet und backt sie extra. Sie werden mit Nadel und Strick als Henkel am gebackenen Korb befestigt.

Sieht aus wie Häschen: „Süß finde ich kleine Hefehäschen“, sagt Runge. Man kann aus dem Teig kleine Kugeln rollen: So entstehen Bauch und Kopf. Dann Ellipsen für die Ohren formen. Mit Rosinen und Mandelstückchen entsteht das Hasengesicht. Wer einen Ausstecher in Hasenform hat, kann diesen nutzen. „Das verzieht sich ein bisschen wegen der Hefe“, sagt Runge.

Die Häschen lassen sich ebenso herzhaft zubereiten. Dafür nimmt Lehnart Blätterteig und sticht Häschenformen aus. Dann kommt Hackfleischfüllung auf einen Hasen, der Rand wird mit Wasser eingestrichen Der zweite Hase kommt darauf und wird an den Seiten angedrückt. Mit etwas Ei bestreichen.

Autorin: Lea Sibbel

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