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Kartoffeln und Nudeln : Salate runden das Grillbüfett ab

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Nudel- oder Kartoffelsalat kommen nie aus der Mode, auch nicht bei einer Grillparty – sie machen satt und schonen den Geldbeutel

Ein Grillabend steht an. Was auf den Rost kommt, steht fest. Aber was könnte dazu schmecken? Nudel- oder Kartoffelsalat sind zwar nichts Neues, aber perfekte Begleiter. Wer es moderner möchte, sollte Varianten mit Bulgur oder Couscous versuchen.

Kochbuchautorin Tanja Dusy aus München kennt mehrere Gründe, warum Nudel- und Kartoffelsalat so gefragt sind: „Kartoffeln und Nudeln gehören zu den beliebtesten Nahrungsmitteln der Deutschen.“ Außerdem können solche Salate vorher zubereitet werden und matschen nicht durch. Bei der Rezeptur kommt es auf persönliche Vorlieben an. Persönlich liebt sie den Klassiker ihrer badischen Heimat: Kartoffelsalat mit einer Marinade aus lauwarmer Brühe mit Zwiebeln.

Für einen perfekten Kartoffelsalat nimmt Spitzenkoch Stefan Hermann vom Restaurant „bean&beluga“ in Dresden Kartoffeln, „die recht speckig sind“. Gut geeignet ist die festkochende Sorte Sieglinde. Seinen Salat mit Salatgurke und Speck verfeinert der Koch mit einem speziellen Dressing. Dafür schwitzt er geviertelte Zwiebeln mit gewürfeltem Bauchspeck an, füllt mit Geflügelfond auf und lässt die Brühe einkochen. Das Ganze püriert er und passiert es durch ein Sieb. „Einfach, damit man mehr Geschmack und Bindung bekommt“, erklärt er diesen Schritt.

Geschmack bringt auch Senf, den Hermann zu den Kartoffelscheiben gibt. Danach kommt der passierte Fond darüber. „Die Brühe nach und nach dazugeben. Kartoffeln und Brühe sollten lauwarm sein“, empfiehlt er.

Wer es exotisch mag, kann seinen Kartoffelsalat mit der marokkanischen Allroundmarinade Chermoula würzen. Dafür nimmt Dusy reichlich kleingeschnittene Zwiebeln, Knoblauch, viel gehackte Petersilie und Koriandergrün, würzt mit Kreuzkümmel, Kurkuma, Chili, Salz, gibt Olivenöl und reichlich Zitronensaft dazu, mischt alles und lässt es durchziehen. Diese Mischung gibt sie zur lauwarmen Brühe, gießt alles über die lauwarmen Kartoffelscheiben und lässt sie ziehen.

Für einen Nudelsalat eignen sich alle Nudelformen, die kurz und dickwandig sind, wie Penne und Farfalle. „Aber bitte al dente kochen und kalt abbrausen, damit sie nicht mehr nachgaren“, empfiehlt Proebst. Schön seien ebenfalls Tortellini. Auch Nudelsalat gibt Kochbuchautorin Margit Proebst mit einem Pesto den nötigen Kick. Sie mag den Salat gern mit gegrilltem Gemüse, Auberginen, Oliven, Kirschtomate oder Artischockenherzen. „Dadurch bekommt er eine mediterrane Anmutung. Immer dann, wenn man das Grillgut mit Knoblauch, Thymian oder Rosmarin würzt, ist das eine gute Ergänzung.“

Würzt Proebst ihr Grillgut mit Kreuzkümmel oder Koriander, wählt sie Bulgur- oder Couscous-Salat dazu aus. Bulgur ist aus Hartweizen. Couscous besteht aus Grieß von Weizen, Gerste oder Hirse. Bei Couscous brüht sie nur die Hälfte der benötigten Menge auf. Die andere Hälfte mischt sie unter den fertigen Salat.

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