spaniens Küche : Paella, Tapas und Sangria: Spanisches Lebensgefühl für zu Hause

Zurück aus dem Urlaub kann man der schönsten Zeit des Jahres nachschmecken, denn manche Speisen lassen sich gut nachkochen.

svz.de von
14. Juli 2014, 21:08 Uhr

Sonne, Strand, Meer. So sieht meist der klassische Spanienurlaub aus. Kulinarisch stellt sich bei Paella, Tapas und Sangria mediterranes Lebensgefühl ein. Manche Speisen lassen sich gut zu Hause nachkochen. In Andalusien ist das maurische Erbe schmeckbar: Gazpacho andaluz wird inzwischen auch in Touristenhochburgen serviert. Die ursprünglich aus Gurken, Brot, Knoblauch, Olivenöl, Essig und Wasser bestehende kalte Suppe wird inzwischen mit Tomaten und Paprika verfeinert. Daheim entsteht aus den Zutaten ohne viel Aufwand eine kulinarische Erinnerung: Dazu werden einfach sämtliche rohen Zutaten und das Brot püriert.

Um der schönsten Zeit des Jahres in Form einer Paella nachzuschmecken, braucht es nicht viel. Eine Paellapfanne passt als Souvenir gerade noch so ins Gepäck, zu Hause wird sie mit speziellem Paellareis gefüllt. Hinzu kommen ins heiße Olivenöl mundgerechte Stückchen von Huhn und Kaninchen, eine geriebene Gemüsetomate, eine Viertel Artischocke und Safran.

Tapas sind ein Produkt der Geschichte Spaniens: Im Mittelalter wurden Kurierreiter an den Wechselstationen mit Wein versorgt. König Alfonso X. zügelte den Alkoholkonsum. Der Überlieferung nach ordnete er an, Brot, Wurst und Käse zum Wein zu reichen. Das Glas wurde mit den Zugaben bedeckt – aus dem „tapar el vaso“ entstand mit dem Wort Tapas der Inbegriff kleiner Köstlichkeiten. Typische Tapas sind Feigen im Speckmantel, Aioli, Bohnen mit Tomaten, dicke Bohnen mit Kräutern und Knofi, kleine Brotscheiben mit Chorizo-Wurst und Serrano-Schinken oder frittierte Sardellen.

Margit Kunzke hat sich auf vegetarische Tapas verlegt. Sie stellt zum Beispiel marinierte Artischocken mit Balsamico-Erdbeeren auf den Tisch. Die gekochten Artischocken werden entblättert, halbiert und in einer Mischung aus Salbei, Zitronensaft und Olivenöl mariniert. Die Erdbeeren werden in Balsamicoessig, Zucker, Salz und schwarzem Pfeffer eingelegt.

Einfach, aber schmackhaft mag es Alberto Fortes, der unter anderem für das spanische Kulturzentrum Instituto Cervantes in Frankfurt am Main kocht. Seine Familie verwöhnt er gerne mit Dorade in Salzkruste. Dazu wickelt er den Fisch in mit grobem Meersalz ausgelegte Alufolie und gart ihn bei etwa 200 Grad im Ofen.

Zur mediterranen Leichtigkeit des Seins trägt ein Schluck Sangria bei. Ein Krug des kühlen Getränks aus Wein, einem kräftigen Schuss Cognac, Orangen-, Zitronen- und Apfelstückchen passt auch zu heißen Sommertagen auf Balkonien. Wer keinen süßen Casera-Sprudel zur Hand hat, nimmt Zitronensprudel zum Aufgießen.

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