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Essen und Trinken

23. Oktober 2017 | 13:51 Uhr

Omas Hausmittel für kalte Tage

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Zum Gackern lecker: Suppen mit Huhn waren lange vergessen, doch werden nicht nur als Mittel gegen Erkältungen wieder geschätzt

Draußen ist es ungemütlich kalt und nass - genau die richtige Zeit für eine Suppe. Zum Beispiel eine mit Hühnerfleisch. Die wärmt gut von innen und soll sogar bei Erkältungen helfen. Selbst gemachte Hühnersuppen sind zwar nicht in ein paar Minuten fertig, aber der Aufwand lohnt sich. „Das Suppenhuhn ist lange Zeit in Vergessenheit geraten“, sagt der Küchenchef und Buchautor Siegfried Rossal aus Meisterschwanden (Schweiz).

Gerade in der Erkältungszeit sei eine Hühnersuppe oder -brühe eine sehr gute Sache, betont Klaus-Wilfried Meyer vom Verband der Köche Deutschlands in Frankfurt am Main. „Das liegt aber nicht nur an dem angenehmen, wärmenden Gefühl.“ Hühnersuppe helfe dem Körper auch, besser mit Infekten klarzukommen. „In der Brühe sind viele Inhaltsstoffe enthalten, die das Immunsystem stärken.“ Dazu gehörten leicht verdauliches Eiweiß sowie viel Zink.

Hühnerfleisch ist darüber hinaus reich an Vitamin A, ergänzt Margret Morlo vom Verband für Ernährung und Diätetik in Aachen. Sie verweist auch auf eine Studie des University of Nebraska Medical Center. Dort fanden Wissenschaftler heraus, dass Hühnersuppe die Aktivität bestimmter weißer Blutkörperchen hemmt. „Normalerweise sind diese körpereigenen Helfer wichtig für die Abwehr von Viren“, sagt Morlo. Laut der Studie könnten die weißen Blutkörperchen allerdings Entzündungsreaktionen und ein Anschwellen der Schleimhäute verursachen, wenn sie im Übermaß vorhanden sind. Daraus schlossen die Forscher, dass Hühnersuppe einen entzündungshemmenden Effekt haben könnte. Grundlage einer Hühnersuppe ist ein frisches Suppenhuhn. „Das sollte man vom Bauern oder Metzger kaufen, damit man weiß, wo es herkommt und wie es gefüttert wurde“, rät Meyer. So sei sichergestellt, dass das Fleisch eine gute Qualität hat. „Hühner aus dem Supermarkt sind sicher nicht schlecht, aber sie sind vor allem geschmacklich langweiliger und haben oft weniger Fleisch.“

Küchenchef Rossal empfiehlt folgende Arbeitsschritte: das Huhn innen und außen gut waschen, Wasser in einen Topf füllen, etwas Salz hinzugeben, das Huhn hineinlegen und je nach Größe eineinhalb bis drei Stunden köcheln, nicht kochen, lassen. „Ist es gar, nimmt man das Huhn aus dem Topf, löst das Fleisch vom Knochen und gibt Gemüse in die Brühe.“ Als Beigabe passen im Herbst beispielsweise geschälter Sellerie, gewaschener Lauch und geschälte Karotten - jeweils in Stücke geschnitten. Majoran und Thymian dazugeben und köcheln lassen, bis auch das Gemüse gar ist. Anschließend das ausgelöste Fleisch dazugeben und wieder erwärmen. Das Gemüse könne man je nach Saison variieren, betont der Küchenchef. So eignen sich im Winter unter anderem Schwarzwurzeln.

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