Kolumne : Nicht viel schnacken...

Michael H. Max Ragwitz präsentiert Geschmackvolles

von
10. März 2015, 15:51 Uhr

Na gut, ich gebe zu, ein Faible für hanseatische Tugenden zu haben. Dazu gehören für mich Weltoffenheit, Unternehmergeist, Verlässlichkeit, Gediegenheit, alles gepaart mit einem guten Maß an vornehmer, aber nicht unnatürlicher Zurückhaltung und Selbstironie. Das hat selbst im Zusammenhang mit „Äten un Drinken“, darum geht es ja wohl hier, seine Bedeutung. Soll heißen, es ist auch eine Tugend, wenn nicht viel geschnackt, sehr wohl aber kulinarisch-kreativ gehandelt wird. In diesem Sinne muss man nicht an alten Zöpfen festhalten, sondern tradierte Rezepte ideenreich und im besten Sinne des Wortes mit viel Geschmack weiterentwickeln. Warum also nicht maritim geprägte norddeutsche Küche dem kulinarischen Zeitgeist anpassen, ohne sich dabei in kochtechnischen Schnickschnack zu verlieren. Die Palette der Zutaten ist so breit, dass der Fantasie nahezu keine Grenzen gesetzt sind. Und wenn man dann noch einen Sinn für raffinierte Kombinationen von Zutaten und den behutsamen Einsatz von Gewürzen hat, kann man auch zu Hause seinen Gästen Hochgenuss bescheren und Worte geschmacklichen Entzückens entlocken.

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