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Essen und Trinken

13. Dezember 2017 | 06:28 Uhr

Nicht nur eine Frage der Technik

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Gusseiserne Herdplatten sind fast schon Vergangenheit: Heute wird vornehmlich mit Induktion, Strahlungswärme oder Gas gekocht

Gas oder Elektro – das ist eine Frage des Glaubens. Die einen Hobbyköche schwören auf das Brutzeln mit Gas, die anderen halten aus Sicherheitsgründen nichts davon. Gusseiserne Kochplatten werden kaum noch verkauft. Induktion bringt den Glaubenskampf durcheinander und bietet auch schnelle Hitze. Aber was ist denn nun das Richtige für wen? Ein Überblick:

Gasherd: „Bei Gaskochstellen ist der Marktanteil gering, aber konstant“, sagt Kirk Mangels von der Arbeitsgemeinschaft Die moderne Küche. Meistens seien es Fans, die mit Gas kochen. Dabei hat diese Variante einige Vorteile: Gas ist günstiger als Strom. Und bei Gas entsteht die Hitze direkt am Topf, lässt sich stufenlos und schnell regulieren. „Die Temperatur der Gasflamme ist immer die gleiche“, erklärt Hauswirtschaftsmeisterin Astrid Niessen. „Je höher man stellt, desto mehr Fläche wird von der Flamme erfasst.“ Ist die Flamme aus, ist die Hitze direkt weg – was beim Kochen Vorteile hat. Doch das Kochen mit Gas erfordert Erfahrung. „Niedrige Temperaturen sind kaum zu erreichen. Butter schmelzen klappt kaum“, bemängelt Claudia Oberascher von der Initiative Hausgeräte+. Entscheidender Nachteil ist für viele, mit einem entzündlichen Stoff Wärme zu erzeugen. Auch das Reinigen eines Gasherdes ist aufwendiger als eines Glaskeramikherdes. Gasherde kosten zwischen 100 und 4000 Euro.

Glaskeramik
mit Strahlungswärme: Herde sind heute meist mit Glaskeramik unter dem Markennamen Ceran ausgestattet. Diese Kochfelder sind robust und sogar als Arbeitsfläche nutzbar. Bei der Zubereitung erhitzen ringförmige Strahlungsheizkörper die Keramik und den Topf. Ein großer Vorteil der Herde mit Glaskeramik ist die leichte Reinigung, die allerdings sofort erfolgen sollte.

Ein Nachteil: Schaltet man ab, kühlen die Felder nicht gleich ab. Das heißt, man kann die Nachwärme noch zum Weiterkochen nutzen, oder Energie und damit Geld geht verloren. Die Höhe des Energieverbrauchs kann man daher nicht pauschal nennen. Herde, die Glaskeramik mit Strahlungswärme erhitzen, kosten zwischen 200 und 1500 Euro.

Induktionsherd: Auch diese Modelle haben eine Schicht Glaskeramik, die allerdings mittels Induktion erhitzt wird. „Sie kombiniert die Vorteile der anderen beiden Kochstellen“, sagt Mangels. Sie ist leicht zu reinigen und die Gefahr von Verbrennen ist geringer, da die Hitze schneller wieder weg ist, wenn man abschaltet.

Bei Induktion erzeugen Kupferspulen unter der Glaskeramik ein elektromagnetisches Wechselfeld, das ein speziell dafür geeigneter Topf in Wärme verwandelt. Somit braucht Induktion weniger Energie als eine strahlungsbeheizte Kochstelle. Einfache Induktionsherde gibt es ab 300 Euro.High-End-Geräte, kosten bis zu 5000 Euro.

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