Herbstboten : Kein Herbst ohne Quitte

Quitten lassen sich vielseitig verwenden.
Quitten lassen sich vielseitig verwenden.

Mit den Früchten gelingt nicht nur Süßes

svz.de von
29. September 2015, 09:00 Uhr

Quitten sind Herbstboten: Wenn sie reif sind, neigt sich das Jahr langsam, aber sicher seinem Ende zu. Roh schmecken sie nicht, sie sollten immer gekocht oder gebacken werden. Die Früchte lassen sich sowohl für süße wie für herzhafte Speisen nutzen.

Geerntet wird das Kernobst ab Oktober, etwas später als Birnen und Äpfel, mit denen sich es übrigens zu einem leckeren Kompott mischen lässt. „Die Schale sollte nicht mehr zu grün sein, sondern kräftig gelb. Dann ist die Frucht reif“, gibt Moje einen Tipp für die Auswahl der perfekten Quitte. Auch können bei der Ernte rasch Druckstellen an der Schale entstehen. Unversehrte, knapp reif geerntete Früchte können bei etwa zwei Grad in großen Holzkisten bis Dezember gelagert werden. Verarbeiten lassen sich die Herbstboten zu allerlei Speisen, etwa zu Chutney, in Brotteig zu einem Quittenbrot, zu Likör, Saft oder zur Beilage für deftige Gerichte.

Das fruchtig-herbe Aroma der Quitte kann im süßlichen Bereich ideal mit Zimt, Ingwer, Orangenschale, Rosinen, Mandeln und Vanille kombiniert werden. Auch mit Muskat, Szechuan-Pfeffer, Koriander oder Kardamom versteht sich die Frucht blendend. „Da die Frucht orientalischen Ursprungs ist, passt sie ausgezeichnet zu orientalischen Gewürzen“, erklärt Lucas Rosenblatt, der gemeinsam mit Freddy Christandl ein Quitten-Buches verfasst hat.

Um die Quitte zuzubereiten, muss das roh ungenießbare Früchtchen vorbereitet werden: Rosenblatt rät, den Flaum auf der Schale mit einem trockenen Küchentuch abzureiben. Anschließend wird das Kernobst ähnlich einem Apfel geschält. Auch sollte das Kerngehäuse entfernt werden. Nun muss die Frucht nur noch klein geschnitten und, je nach Speise, gedünstet, gedämpft, gebraten, gebacken oder in einem Fond gegart werden.
 

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