Essen : Irrtümer bei der Ernährung

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Abends essen macht dick? Stimmt gar nicht / Irrtümer bei der Ernährung

svz.de von
12. März 2014, 09:00 Uhr

Abends essen macht dick

Diese Regel hat sich bei vielen Verbrauchern fest eingeprägt. Sie stimmt aber trotzdem nicht. Wann wie gegessen wird, hat vor allem klimatische und kulturelle Gründe. Auch wenn die Verdauung nachts etwas langsamer vorangeht, werden die Nährstoffe genauso gut verwertet wie tagsüber. Entscheidend für eine Gewichtszunahme ist die Gesamtmenge der aufgenommenen Kalorien während des ganzen Tages.

Frischgemüse ist besser als tiefgekühltes

Stimmt nicht! Wenn Rosenkohl, Spinat oder Karotten schon mehrere Tage im Supermarktregal oder zu Hause in der Küche lagern, ist der Vitamingehalt bereits deutlich abgefallen. Tiefkühlgemüse dagegen wird meist kurz nach der Ernte schockgefrostet und in licht- und luftdichte Verpackungen gesteckt. Die Vitamine werden geschont.

Grillen gefährdet die Gesundheit

Eine Behauptung, die so nicht stehengelassen werden kann. Man kann auch gesund grillen. Man sollte mageres Fleisch verwenden und darauf achten, dass das Fett nicht auf die Glut tropft, denn durch die Verbrennung können krebserregende Benzpyrene gebildet werden. Auch mariniertes Fleisch sollte vorher gut abgetupft werden. Gepökelte Fleisch- und Wurstwaren, wie z.B. Kasseler oder Wiener Würstchen, gehören nicht auf den Grill! Hier können krebserregende Nitrosamine entstehen.

Kartoffeln machen dick

Pellkartoffel machen nicht dick. Sie enthalten viel Wasser und wenig Fett. Dick machen nur die Soßen oder die Butter, die man dazu isst. Oder Kartoffelgerichte wie Pommes, Kroketten etc., die mit reichlich Fett zubereitet worden sind.

Spinat enthält viel Eisen

Ganze Generationen haben als Kind tapfer Spinat heruntergewürgt – vergebens, wie sich inzwischen herausstellte. Als Ursache für den Mythos vom eisenreichen Spinat werden ein Tippfehler oder eine Messung an getrockneten Blättern vermutet. Jedenfalls enthalten 100 g frischer Spinat nicht die vermeintlichen 34 mg Eisen, sondern nur unspektakuläre 3,4 mg.

       Quelle: DGE




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