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Essen und Trinken

18. Dezember 2017 | 04:25 Uhr

Kolumne : Humor ist, wenn man gut kocht

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Michael H. Max Ragwitz präsentiert Geschmackvolles.

Schauen Sie sich manchmal die Fernseh-Kochsendungen an, die täglich in großer Anzahl in die Haushalte flimmern? Ich habe diesem fragwürdigen Vergnügen mehr und mehr entsagt. Es ist nicht mein Ding, wenn Kochen zu einer Show verkommt, die sich nur noch an Quoten und Klamauk orientiert. Klar ist es gut, wenn sich die Menschen für diese wichtige Beschäftigung interessieren und die Produkte sowie den Beruf des Kochs wertschätzen lernen. Was aber medial daraus gemacht wird, ist im Detail unter aller Katastrophe. Die handelnden Akteure überbieten sich in sprachlichen Pointen, die Zuschauer klatschen auf Befehl und wissen eigentlich gar nicht so genau, was am Herd abgeht. Vorbei sind die Zeiten, als ein Biolek unaufgeregt, humorvoll pointiert und Wissen vermittelnd im TV plauderte. Heutzutage liefern sich Topfgeldjäger Küchenschlachten und gaukeln angebliche Spitzenköche wie Sarah Wiener „auf Deibel komm raus“ hohe Kochkunst vor. Da sind mir die nahezu intimen, kurzen regionalen Kochsendungen doch tausendmal lieber. Da ist noch etwas Bodenständiges dabei, das Kochen wirklich aufwertet. Das hat kulinarischen Charme, bietet humorige Pointen ebenso wie Fachwissen, das das Kochen ausmacht. Hier ist Einschalten empfohlen.

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