Limonade selbst machen : Genuss aus Frucht und Kräutern

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Manchmal muss es einfach eine Limo sein. Wer sie selbst macht, kann kreative Varianten ausprobieren.

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04. August 2015, 06:27 Uhr

Wasser erfrischt an heißen Tagen und hat keine Kalorien. Wenn es nur nach etwas schmecken würde. Wenn es etwas Leckeres, Süßes oder Spritziges sein soll, ist selbst gemachte Limonade perfekt.

„Wer selbst eine Limonade herstellt, weiß, was sie enthält, kann frische Zutaten nehmen und bestimmen, wie süß das Getränk sein soll“, sagt Gerhard Praun, Bartender in München. Ursprünglich ist eine Limonade ein Gemisch aus Zitrone und Wasser.

Die Mutter aller Brausen ist rasch zubereitet: Zitronensaft mit Läuterzucker in einer Karaffe mischen und mit Mineralwasser aufgießen. Läuterzucker ist ein Sirup aus kochendem Wasser und Zucker. Als Ausgleich zur Süße braucht es etwas Säure. Diese liefert Saft von Limetten, Zitronen oder auch Essig. „Es soll nur ein kleiner Schuss sein“, sagt Marcus Wolff, Barchef im Hotel „Palace“ in Berlin – und nimmt damit die Sorge, dass die Limo einen Hauch von Salatdressing bekommen könnte. Zusätzlich können auch Früchte püriert oder entsaftet werden. Geeignet sind beispielsweise Erdbeeren, Himbeeren, Birnen oder Exotisches wie Passionsfrucht. Das Püree mit Läuterzucker mischen und durch ein Sieb oder ein feines Tuch passieren. Schließlich den Saft mit Mineralwasser aufgießen.

Mit dem Basisrezept lässt sich nun spielen. Zu der Zitronenlimo passen Minze, Basilikum, Zitronenmelisse, Rosmarin oder Salbei. „Die Kräuter werden in den Ansatz getaucht, und müssen einige Stunden ziehen“, erklärt Gransee. Wolff rät: „Man sollte die Kräuter vorab andrücken , damit die ätherischen Öle herauskommen.“ Seine Tipps: Rosmarin mit Birne oder Apfel und Thymian mit Ananas.

Gransee empfiehlt eine Himbeer-Thymian-Brause. Dafür püriert er die Himbeeren, streicht sie durch ein feines Sieb, süßt und gießt das Ganze mit Mineralwasser auf. Praun nennt noch einen Partner für Thymian: „Mit Orange schmeckt das Kraut lecker.“ Die Orangenlimo wird genauso angesetzt wie die Zitronenvariante. „Unschlagbar sind für mich aber Himbeeren mit Basilikum“, sagt Praun. Die Himbeeren mit Basilikum pürieren, durch ein Tuch passieren und zu der Zitronenlimo-Basis gegeben. Schärfe kommt dazu, wenn man Ingwer schält, kleinreibt und auspresst.

Auf Früchte kann aber auch komplett verzichtet werden. Wer mag, bereitet eine reine Ingwerlimonade zu – oder eine Kräuterbrause. Dafür empfiehlt Praun Thymian, Holunderblüten, Rosmarin und Zitronenmelisse. Für den Limo-Ansatz lässt er Zucker und Wasser zehn Minuten köcheln, in den letzten fünf Minuten gibt er die Kräuter dazu. „Das lasse ich über Nacht ziehen und seihe den Sirup am nächsten Morgen in Flaschen ab.“ Limonadenansätze lassen sich so gut vorbereiten.

Ganz ohne Süße geht es beim Limonade oft nicht. Aber der Zuckeranteil lässt sich reduzieren. Alternativen seien Agavendicksaft oder Orangenblütenhonig. Prauns Tipp: „Birkenzucker hat nur 40 Prozent der Kalorien, die weißer Zucker hat.“ Ist aber teuer.

Soll es doch mal „Bonbonwasser“ sein, hat Gransee einen Vorschlag: Bonbons mit Fruchtgeschmack mit Orangen- und Maracujasaft zu Sirup kochen. Davon einen Schuss mit Zitronensaft in ein Glas und mit Wasser auffüllen. „Der Knaller auf Geburtstagsfeiern!“

Autorin: Alexandra Bülow

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