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Test : Gemüsechips enthalten zu viele Schadstoffe

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Neben dem hohen Fettgehalt fanden Tester in einigen Produkten sogar bedenkliche Stoffe.

Rote Bete ist drin, Karotte, Pastinake und Süßkartoffel: Das klingt gesund. Ist es aber nicht. Denn Gemüsechips sind genauso Kalorienbomben wie klassische Kartoffelchips. Von 15 getesteten Produkten sind laut Stiftung Warentest nur 3 „gut“. Im Test siegte das teuerste Produkt, die Seeberger Veggie Chips (4,15 Euro/100 Gramm). Ebenfalls gut sind die Funny Frisch Veggie Chips (3,20 Euro/100 Gramm) sowie das Bioprodukt Vegetable Chips von Trafo (3,70 Euro/100 Gramm).

Insgesamt fallen die Chips nicht nur wegen ihres hohen Zucker-, Salz- und Fettgehalts negativ auf: In drei Produkten fanden die Tester bedenkliche Mengen an Acrylamid, ein weiteres Produkt war stark mit Nitrat belastet, heißt es in der Zeitschrift „test“ (Ausgabe 09/2017). Alle vier Produkte bekamen deshalb die Note „mangelhaft“.

In Tierversuchen wirkt Acrylamid krebserregend und erbgutschädigend. Es bildet sich, wenn kohlenhydratreiche Lebensmittel geröstet, gebacken, gebraten oder frittiert werden.

In einem Produkt war die Rote Bete stark mit Nitrat belastet. Es kann im Körper zu Nitrit und dann zu Nitrosaminen reagieren, die als krebserregend gelten. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hält die Aufnahme von 3,7 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht für sicher.

Futtert eine 60 Kilo schwere Person nur die Rote-Bete-Chips des mit „mangelhaft“ bewerteten Produkts, hat sie den Wert um fast das Doppelte überschritten.

Als Fazit bleibt: Kalorien sparen lassen sich mit Gemüsechips nicht.

Einzig bei den Ballaststoffen haben sie gegenüber Kartoffelchips die Nase vorn. Der hohe Gehalt an Salz, Fett und Zucker lässt sich dadurch aber nicht aufwiegen.

Autorin: Julia Kirchner

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