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Essen und Trinken

19. November 2017 | 00:41 Uhr

Essen : Es geht doch ganz leicht im Winter

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Wintergerichte ohne viele Kalorien

Auf unserem winterlichen Speiseplan stehen oft kalorienreiche Gerichte: Christstollen und Glühwein, Gans und Bratäpfel. Zusätzliche Pfunde, hohe Blutfett- und Cholesterinwerte sind die Folge. Dabei muss die Winterküche gar nicht schwer sein: Weniger fett- und kohlehydrathaltige Zutaten und leichte Zubereitungsformen schaffen Abwechslung und tun der Gesundheit gut. Bei der Zutatenauswahl helfen zwei Grundregeln: Solche, die reich an Vitaminen und Mineralstoffen sind, gehören regelmäßig auf den Tisch, gerne in großen Mengen. Fett- und kohlehydrathaltige werden mit Augenmaß verwendet. „Neben den Kohlarten haben jetzt auch knackige Möhren und Rote Beete Saison. Beide eignen sich hervorragend für frische Salate“, sagt Anke Hennig, die an der Volkshochschule Hamburg Kochkurse gibt. Sie kombiniert gerne die verschiedenen Gemüse mit Wintersalaten und vor allem mit Zitrusfrüchten: „Die bringen immer eine spritzig-frische Note.“ Auch nahrhafte Hülsenfrüchte sind typische Winterzutaten. Sie kommen vor allem im Eintopf, als Salat oder auch als Bratling auf den Tisch.

Beim Fleisch kann es nicht schaden, die Portionsgröße und den Fettgehalt im Blick zu haben. „In vielen Gerichten kann fettreiches Fleisch durch magereres ersetzt werden“, sagt Anke Hennig. Panade oder Mayonnaise sollte man besser vermeiden. Bei anderen fettreichen Zutaten ist Austauschen eine gute Devise: „Sahne lässt sich je nach Rezept zumindest teilweise durch Milch oder Sojasahne ersetzen“, sagt Ernährungsberaterin Kluthe-Neis. „Ich persönlich ersetze in meiner Küche die Sommer- durch die Wintergemüse, bereite diese jedoch dann genauso zu, wie ich es mit Sommergemüse tue“, sagt Sternekoch Alexander Herrmann aus Wirsberg (Bayern). Blaukraut, Weißkraut oder Wirsing werde in der deutschen Küche traditionell lange gekocht und bekomme dadurch eine gewisse Schwere. Es geht auch anders: „Blaukraut lässt sich wunderbar in feine Streifen geschnitten relativ schnell anbraten. Dann kommt es viel knackiger auf den Tisch und wird auch als leichter wahrgenommen.“ Wenn leichte Zutaten mit schweren kombiniert und entsprechend zubereitet werden, ist schon viel gewonnen. Wenn der Ente statt einer Cremesuppe eine Brühe vorausgeht und statt einer Mousse au chocolat ein Salat mit Zitrusfrüchten folgt, reduziert das die Gesamtdosis enorm. 

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