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Essen und Trinken

22. November 2017 | 10:22 Uhr

Essen : Erdbeer-Genuss auch nach der Saison

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Mit diesen Tricks haben Sie länger etwas von den leckeren Erdbeeren

Ein Mix aus leichter Fruchtsäure mit Süße und eine tolle rote Farbe: Die Erdbeere nennen wohl besonders viele Menschen als Lieblingsfrucht. Und supergesund ist sie auch: „Erdbeeren enthalten mehr Vitamin C als Zitrusfrüchte, wie zum Beispiel Orangen. Schon 100 Gramm decken unseren Tagesbedarf“, sagt die Food-Journalistin und Buchautorin Inga Pfannebecker. Außerdem enthalte die Erdbeere Folsäure, die in anderen Lebensmitteln selten vorkomme.

Der hohe Wassergehalt macht die Beere besonders an heißen Tagen beliebt und ist der Grund, warum sie kaum Kalorien enthält. Er macht die Frucht aber auch relativ druckempfindlich. „Um lange Transportwege zu meiden, sollte man auf regionale Produkte vertrauen“, sagt Simon Schumacher vom Verband Süddeutscher Spargel- und Erdbeeranbauer. Beim Kauf sollte die Erdbeere eine pralle Form besitzen, süßlich duften und grüne Kelchblätter haben. „Wer ganz sicher gehen will, kauft die Früchte direkt beim Hofladen oder an einem der Erdbeerenstände an der Straße“, sagt Schumacher. Er empfiehlt auch, die Kelchblätter erst kurz vor der Zubereitung zu entfernen.

Insbesondere süße Rezepte sind mit frischen Erdbeeren beliebt. Pfannebecker rät beispielsweise zu Windbeuteln mit Ricotta-Erdbeeren-Füllung. Und das geht so: Für die Windbeutel 125 ml Milch, 50 g Butter, eine Prise Salz, 200 g Mehl und vier Eier zusammenrühren und den entstandenen Teig in einen Spritzbeutel geben. Dann in gleichmäßiger Größe mehrere Tuffs auf ein Backblech spritzen und circa 35 Minuten backen. Nach dem Backen im Ofen können die Windbeutel aufgeschnitten werden.

Für die Füllung 250 g Ricotta mit etwas Honig und Zitronenschale verrühren. Anschließend die Paste auf die aufgeschnittenen Windbeutel geben. Die Erdbeeren halbieren oder vierteln und oben auf der Paste verteilen. Schließlich kann den Windbeuteln ihr Deckel aufgesetzt werden, und sie sind verzehrfertig. Wer nach einem nicht ganz so süßen Rezept sucht, kann frische Erdbeeren auch in einen Salat mit hineinschneiden. „Dabei sollte allerdings darauf geachtet werden, dass das Salatdressing erst kurz vor dem Servieren hinzugegeben wird – ansonsten verlieren die Erdbeeren ihre schöne Optik“, sagt Schumacher. Auch mit Spargel sind sie eine leckere Beilage und peppen Kombinationen mit Kartoffeln und Ähnlichem auf.

Im Gegensatz zu vielen anderen Früchten reifen Erdbeeren nicht nach. Deshalb sollten sie bereits beim Kauf den richtigen Reifegrad besitzen. „Bei grünlichen Stellen sind die Erdbeeren noch nicht reif. Dunkle Verfärbungen deuten auf überreife Früchte hin, auch diese sollte man nicht kaufen“, rät Pfan-nebecker. Mit dem idealen Reifegrad seien die Erdbeeren dann etwa ein bis zwei Tage haltbar. Das Einfrieren der Erdbeeren verlängert die Haltbarkeit der Früchte bereits auf ungefähr ein Jahr.

Neben der herkömmlichen Marmelade kann man Erdbeeren auch als Sirup, Chutneys oder Konfitüren länger haltbar machen.

„Chutneys sind süß-saure, zuweilen auch scharfe Soßen, die sich vielseitig einsetzen lassen“, sagt Elzholz. Für ein Chutney nach madagassischer Art empfiehlt Elzholz 800 g Erdbeeren zu waschen und in feine Stücke zu schneiden. Außerdem 200 g Zwiebeln abziehen und fein würfeln. Die Erdbeeren, Zwiebeln und 125 ml Himbeeressig in einem Topf mit Gelierzucker zehn Minuten kochen. Das Chutney schließlich mit Salz und Pfeffer abschmecken und zu Fleisch oder in Kombination mit Ziegenkäse servieren. So lassen sich die Erdbeeren auch lange nach der Saison genießen.

Leonie Merheim

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