Kolumne : Braucht Kulinarik Show?

Michael H. Max Ragwitz präsentiert Geschmackvolles.

svz.de von
22. Juli 2014, 09:21 Uhr

Es gibt kulinarische TV-Formate, die sind nicht das Papier wert, auf dem sie entwickelt wurden. Größtenteils schwingt bei solchen Koch-Shows der Klamauk das Zepter und nicht die unterhaltsame Beschäftigung mit Kochen und gutem Essen. Ganz zu schweigen von den oft clownesk wirkenden Köchen, die sich dafür, bei allem Respekt vor ihrem fachlichen Können, nicht zu schade sind. Noch peinlicher sind die größtenteils als inhaltslose Dampfplauderer agierenden Juroren. Sehen und gesehen werden, das steht hier wohl im Vordergrund. Man muss sich schließlich im Gespräch halten. Bei Kochwettbewerben ist das schon anders. Die finden meist von viel kleinerer Öffentlichkeit begleitet, aber mit wesentlich größerer fachlicher Kompetenz der Besucher statt. Besonders interessant wird es, wenn es dann noch um Köche-Nachwuchs im Land geht. Allerorts gibt es, das beweisen Wettbewerbe wie „Koch des Jahres“, Talente mit großem Potenzial, um in die Riege der Spitzenköche aufzusteigen. Dass sich nun auch ambitionierte Köchinnen trauen, in einem „eigenen“ Wettbewerb um die Krone der weiblichen Nachwuchs-Kochkunst zu kämpfen, ist aller Ehren wert. Nicht übel wäre es aber, wenn Frauen und Männer zusammen den fairen Wettstreit suchten.

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