Kolumne : Alles Bio, oder was...

Michael H. Max Ragwitz präsentiert Geschmackvolles.

svz.de von
15. Juli 2014, 06:07 Uhr

Bei dem Wort Bio dachte ich meist spontan an Alfred Biolek, dessen gescheite Art des Entertainments mich immer sehr beeindruckt hat. Er war und ist für mich Synonym für exzellente Rhetorik, Mutterwitz, Lebenslust und, nicht zu vergessen, Geschmack im vielseitigsten Sinne des Wortes. Natürlich weiß ich auch, dass Bio heutzutage eine weitere Bedeutung hat, was die gesunde Ernährung betrifft. Diesbezüglich habe ich oft die Augenbrauen hochgezogen: Bio hatte für mich immer das Geschmäckle von überteuerter Ware mit reichlich PR-Brimborium. Aber man(n) kann ja schließlich auch umdenken. Spätestens seit ich Ute Alm-Linke kenne, kann ich „diesem“ Bio auch etwas Vernünftiges abringen. Denn es geht hier um Produkte, die nach strengen Maßstäben angebaut und produziert werden. Da kommt eben keine Chemie zur Anwendung, werden die Hühner nicht im Schnelldurchlauf verbraucht und die Schweine nicht künstlich fett, besser: mager, gefüttert. Dass sich auch konventionelle Aufzucht und Produktion im Detail nicht schlechter präsentiert, ist eine ganz andere Sache. Ich sag mal so, wenn alle verantwortungsbewusst produzierten, wäre, doch alles Bio, oder...

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