Trend One-Pot-Pasta : Alles aus einem Topf ist top

<p>Feine Küche aus nur einem Topf: Auch süße Pastagerichte mit Mohn und Pflaumen erfreuen so manchen Gaumen.</p>
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Feine Küche aus nur einem Topf: Auch süße Pastagerichte mit Mohn und Pflaumen erfreuen so manchen Gaumen.

Spaghetti samt Soße in einem Topf zubereiten – One-Pot-Pasta funktioniert und spart einen Großteil des üblichen Abwasches

svz.de von
13. Juni 2016, 20:45 Uhr

Nudeln in Salzwasser kochen war gestern, der neue Trend heißt One-Pot-Pasta. Bei der Ein-Topf-Pasta köcheln die Nudeln gleich in ihrer eigenen Soße mit allen anderen Zutaten – und werden so besonders aromatisch. „Gerade wenn es mal schnell gehen soll, man aber trotzdem selber noch kochen möchte, bieten sich One-Pot-Gerichte besonders gut an“, sagt der Hamburger Food-Blogger Arne Ewerbeck. Der Aufwand in Vor-, Zu- und Nachbereitung halte sich in Grenzen. So kann ein Pasta-Gericht ratzfatz gezaubert werden, so der 29-Jährige.

Die erste Vorlage zur One- Pot-Pasta gab nach Meinung mehrerer deutscher Food-Blogger die US-Haushalts-Stilikone Martha Stewart. Auf ihrer Homepage zeigte die Lifestyle-Unternehmerin schon im Jahr 2013 in Videos, wie die simplen Gerichte zu kochen sind – und löste damit einen regelrechten Internet-Hype  aus.

Richtig schwer ist die Zubereitung nicht. Alle Zutaten wie Basilikum, Tomaten, Zwiebeln, Knoblauch und Gewürze werden klein geschnitten und in einen Topf geworfen, dazu kommt die Pasta. Dann erst braucht es Präzision. „Es kommt sehr darauf an, dass man die passende Menge Flüssigkeit zum Abkochen der Nudeln wählt, sodass diese zum einen gar sind, zum anderen aber nicht zu matschig werden“, erklärt Ewerbeck.  Mit „grob  über den Daumen gepeilt“ ist es da nicht getan. Wenn zum Beispiel viele wasserreiche Zutaten in dem Rezept enthalten sind, braucht es weniger zugegebene Flüssigkeit.

Am besten funktionieren die One-Pot-Rezepte mit schmalen langen Nudeln wie Spaghetti oder Linguine. Sie tauchen während des Garens gut in die Flüssigkeit ein. „Bei dickeren Nudelsorten muss man etwas öfter rühren, damit sie auch gleichmäßig garen“, empfiehlt Kochbuch-Autorin Marianne Zunner. Doch mit der Zubereitung in einem Topf gelingen nicht nur simple Gerichte aus der Studentenküche. Die Basic-Flüssigkeiten sind zwar Wasser, Brühe, Tomatensaft oder  passierte Tomaten. Bei cremigen Soßen wird Sahne zugegeben. Durch Kokosmilch, Wein oder einen Schuss Sherry oder Reiswein wird das Gericht raffinierter.

Ein Beispiel ist die Pasta alla Vesuviana: Für das simple Gericht werden eine Schalotte und zwei Knoblauchzehen geschält und zusammen mit drei Stielen Basilikum, einem Esslöffel Öl, 200 Gramm Mafaldine-Nudeln (Kochzeit: sieben bis neun Minuten) und einer getrockneten Chilischote in einen Topf gegeben. Die Flüssigkeit bekommen die Nudeln aus 300 Millilitern stückigen Dosentomaten und 450 Millilitern kaltem Wasser.

Das Ganze wird gewürzt mit einem Teelöffel Salz und Oregano und zugedeckt bei starker Hitze für circa zwölf Minuten gekocht. Je mehr Flüssigkeit verkocht ist, desto mehr sollte man ab und an umrühren.

Wenn die Nudeln nach zwölf Minuten noch nicht durch sind, können noch mal ein paar Esslöffel Wasser zum Weiterköcheln hinzugefügt werden. Zum Schluss die Basilikumblätter kleinschneiden und unterrühren. Mit etwas gewürfeltem Mozzarella und geriebenem Pecorino verfeinern – fertig ist das Hauptgericht ohne Firlefanz. „Wenn es ein Pasta-Gericht gäbe, das man für den Rest seines Lebens im Repertoire haben sollte, dann diese Tomaten-One-Pot-Pasta“, sagt Martha Stewart in einem ihrer Videos.

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