Zucker in Babynahrung : Nichts für unter Dreijährige – WHO fordert Warnhinweis für gesüßte Getränke

Die WHO rät, Kleinkindern keine gezuckerten Getränke zu geben, auch keine Fruchtsäfte.
Die WHO rät, Kleinkindern keine gezuckerten Getränke zu geben, auch keine Fruchtsäfte.

Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt eine Ernährung ausschließlich mit Muttermilch in den ersten sechs Monaten.

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15. Juli 2019, 21:09 Uhr

Genf | Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt vor Zucker und Süßstoffen in Babynahrung. Eine frühzeitige Gewöhnung an gesüßte Nahrungsmittel könne für den Rest des Lebens die Gefahr von Übergewicht und Zerstörung der Zähne durch Kariesbefall fördern, erklärte das europäische WHO-Büro am Montag.

Bei einer Untersuchung von rund 8000 Produkten – darunter Saft und Tee sowie Kekse, aber auch Suppen, Joghurt und Milchpulver – sei festgestellt worden, dass in etwa der Hälfte von ihnen mehr als 30 Prozent der enthaltenen Kalorien aus Zucker bestanden. Die Produkte stammten aus mehr als 500 Geschäften in den Städten Wien, Sofia, Budapest und dem israelischen Haifa.

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Lebenserwartung könnte sinken

Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt, Babys in den ersten sechs Monaten ausschließlich mit Muttermilch zu ernähren. Insofern sei es irreführend, wenn auf den Etiketten von Nahrungsmitteln stehe, dass sie für Babys unter sechs Monaten geeignet seien.

Auch wenn Nahrungsmittel wie Obst und Gemüse, die von Natur aus Zucker enthalten, für Säuglinge und Kleinkinder geeignet sind, gebe der sehr hohe Gehalt an freien Zuckern in pürierten kommerziellen Produkten Anlass zur Sorge.

Sämtliche gesüßten Getränke, auch Fruchtsäfte, sollten laut WHO daher den Hinweis tragen, dass sie für Kinder unter drei Jahren nicht geeignet sind. Nach den Statistiken der WHO besteht die Gefahr, dass die Lebenserwartung der Europäer wegen Übergewichts-Problemen sinken könnte.

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