Exotisches Fleisch : Discounter Netto verkauft Zebra-Steak: Kunden sind empört

Der Discounter Netto sieht sich einem Shitstorm ausgesetzt, weil er seit dieser Woche Zebra-Fleisch verkauft.
Der Discounter Netto sieht sich einem Shitstorm ausgesetzt, weil er seit dieser Woche Zebra-Fleisch verkauft.

Der Discounter Netto verkauft zur Weihnachtszeit Zebra- und Känguru-Steaks. Viele Kunden sind empört – zurecht?

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05. Dezember 2018, 11:05 Uhr

Hamburg | Sie möchten exotisches Fleisch zum Weihnachtsfest essen? "Dann geh doch zu Netto!", könnte man nun entgegnen. Dort nämlich finden Kunden im aktuellen Prospekt des Discounters Netto neben dem "Wein des Monats" und einer "verlockend exotischen Auswahl" beim Obst auch ein Angebot für 6,99 Euro, das vielen Kunden nicht gefällt: Zebra-Steak. Es ist nicht die einzige ungewöhnliche Fleischsorte. Auch Kanguru-Fleisch gibt es zur Zeit für 4,99 Euro zu kaufen.

Auf der Verpackung des Zebra-Fleisches findet sich zudem der Hinweis, dass man beim Verzehr auf "mögliche Rückstände von Geschossteilen" achten solle. Viele Kunden zeigen sich daher über das Zebra-Fleisch-Angebot empört. Wurden die Tiere gar für den deutschen Markt gejagt und getötet? Einige Nutzer der Sozialen Netzwerke erklären, nie wieder eine Netto-Filiale betreten zu wollen.

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Doch ist es wirklich bedenklich, Zebra-Fleisch zu essen? Auf Nachfrage bei Netto teilt man unserer Redaktion mit, dass das Fleisch aus Südafrika stamme. Ein genauer Blick auf die Verpackung zeigt, dass die Firma "Damien de Jong" das Fleisch vertreibt. Auf deren Homepage, wo mit "Fleisch der besonderen Art" geworben wird, findet sich neben Zebra- auch Krokodil-, Lama- oder Schlangen-Fleisch.

Ausschnitt des aktuellen Netto-Prospektes. Foto: Netto
Netto
Ausschnitt des aktuellen Netto-Prospektes. Foto: Netto

Ob das Zebra-Fleisch nun aus einer Zucht stammt, lässt sich nicht genau sagen. Auch nicht, um welche Art Zebra es sich handelt. So sind Berg- oder Grevy-Zebra etwa vom Aussterben bedroht, das Steppenzebra jedoch nicht. Diese Art kommt noch häufig vor. Geschätzt leben 660.000 dieser Tiere in Afrika.

Trotzdem bleibt das Angebot fraglich. Schließlich wurden die Fleisch-Stücke einmal um die halbe Welt gekarrt, damit Kunden hierzulande in den Genuss kommen können. Ein solcher Transport verursacht jede Menge Emissionen und sollte allein aus dieser Warte kritisch betrachtet werden.

Darum geht's im MEDIENPROJEKT von SVZ und NNN

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