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Ratgeber

17. August 2017 | 13:48 Uhr

Erste Nachfragen nach Schutzmasken

vom

Die Nachfrage nach Schutzmasken und Medikamenten gegen die Schweinegrippe hält sich in Mecklenburg-Vorpommern derzeit noch in Grenzen. Apotheken rechnen allerdings in den nächsten Tagen mit einem vermehrten Interesse.

"Die Leute verfolgen das Thema in den Medien", sagte Birgit Bandelin von der Marien-Apotheke in Neubrandenburg. Gestern Mittag gingen hier an drei Kunden die ersten Masken über die Ladentheke. Fragen zum Schutz vor der Schweinegrippe wurden der Pharmazie-Ingenieurin bereits öfter gestellt. Sie geht in den ein bis zwei Tagen von mehr Anfragen aus. Auch Ursula Kamke von der Neuen Apotheke Templin hat vorgesorgt, allerdings wollte hier noch niemand einen Mundschutz: "Ich denke, dass sich die Leute verrückt machen lassen", meinte Ursula Kamke. Keine Nachfragen kamen bisher ebenfalls in der Viktoria-Apotheke Torgelow. Genügend Grippeschutzmittel sind hier vorhanden. "Mehr Schutzmasken können wir jederzeit bestellen", berichtete Mitarbeiterin Angela Bense. "Es ist relativ ruhig, was das betrifft."

Ein anderes Bild zeichnet sich da in Schwerin ab. Hier läuft bereits eine höhere Nachfrage nach Schutzmasken. "Die Leute sind schon nervös", sagte Antje Dombrowski von der Apotheke am Marienplatz in Schwerin. Rund 20 bis 30 Kunden hätten welche gekauft. Größere Mengen sind schon bestellt. Dennoch: ruhig bleiben, auf Hygiene achten und am Flughafen vielleicht mit Mundschutz vorsorgen, dazu rät die pharmazeutisch-technische Assistentin.

Vorsichtshalber hat die Sonnen-Apotheke in Wismar ihren Bestand an Grippeschutzmitteln aufgestockt, wie eine Mitarbeiterin berichtet. Erst zwei oder drei Kunden hätten einen Mundschutz gekauft. Es sei also alles noch nicht dramatisch, heißt es dort weiter.

Für Verwirrung sorgen momentan Berichte, in denen es heißt, Mecklenburg-Vorpommern sei in einem Pandemiefall nicht ausreichend mit Medikamenten ausgestattet. "Das kann man so nicht sagen", sagte der Geschäftsführer der Apothekenkammer MV, Falk Wilhelm. Er wies darauf hin, dass neben den Arzneimitteln aus dem Pandemieplan auch Medikamente auf dem freien Markt vorhanden seien. Jetzt müsse allerdings im Sozialministerium entschieden werden, aus welchen Bestand Patienten mit einem Grippeschutzrezept ihre Mittel bekommen. Erst einmal sei es jedoch wichtig, auf die Körperhygiene zu achten, bevor gleich zu Schutzmasken gegriffen wird.

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erstellt am 30.Apr.2009 | 06:23 Uhr

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