Tipps für Weihnachten : Was sich der Nachwuchs wünscht

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Kindern das passende Spielzeug schenken

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10. Dezember 2017, 08:00 Uhr

Weihnachten steht vor der Tür – und somit für viele Familien auch die Frage: Was schenken wir unserem Kind? Man überlegt hin und her, hört sich vielleicht bei anderen Eltern um, schaut im Internet oder im Geschäft nach Ideen und gibt am Ende nicht selten viel Geld für das vermeintlich richtige Spielzeug aus. Und was macht der Nachwuchs? Lässt das neue Teil links liegen und spielt stattdessen mit einem Schneebesen oder dem Handy der Eltern. So haben die Eltern sich das wohl nicht vorgestellt. Doch wie finden sie das richtige Spielzeug für ihr Kind?

Schenken nach Thema: Baufahrzeuge & Co.

Wenn ein Kind schon Spielzeug hat, das ihm gefällt, dann kann man sich daran orientieren, erklärt Ingetraud Palm-Walter von der Initiative „spiel gut“. Mag das Kind etwa Baufahrzeuge, muss man nicht den fünften Miniatur-Bagger schenken. Stattdessen nimmt man das Thema auf und schenkt vielleicht ein Buch oder ein Puzzle mit Baggern, so die Expertin.

Gutschein für Kleidung, Bücher oder CDs

Damit es am Heiligabend keine Enttäuschung gibt, gibt es ein moderates Mittel. Am besten im Vorfeld gemeinsam mit dem Kind einen Wunschzettel schreiben oder basteln. Bei älteren Kindern fällt es Eltern oftmals schwer, etwas Passendes zu finden. Gerade in der Pubertät behalten Jugendliche ihre Wünsche vielleicht lieber für sich. Eine Möglichkeit ist, sich an den Hobbys der Teenager zu orientieren. Über eine CD vom Lieblingsmusiker, ein Computerspiel, einen Sportartikel oder ein Parfüm freuen sich die meisten Jugendlichen. Auch ein Gutschein kann eine gute Idee sein.

Zeit – das wertvollste Geschenk

Viele Kinderzimmer sind vollgestopft mit Spielzeug und die Kleinen haben keine Wünsche mehr. Eltern, aber auch Großeltern oder Paten, können die Kinder trotzdem mit etwas Wertvollem beglücken: Ein gemeinsamer Kinobesuch, Eintrittskarten für den Zoo oder auch ein Planetariumsbesuch sind eine gute Gelegenheit, Zeit miteinander zu verbringen.

Perfekte Inszenierung
Liebevoll ausgewählte Geschenke verdienen eine schöne Verpackung und dürfen aufwendig unter dem Baum drapiert werden. Wählen Sie die Verpackung passend zum Stil ihrer Dekoration, das unterstreicht eine festliche, harmonische Atmosphäre. Vielleicht legen Sie die Geschenke schon ein paar Tage vorher unter die Tanne, das erhöht die Spannung.

Muss „Hello Kitty“ unter den Weihnachtsbaum?

 Wichtig ist, dass Eltern beim Geschenk nicht gegen ihre eigenen Grundsätze verstoßen, rät Ingetraud Palm-Walter von der Initiative „spiel gut“. „Wenn sie etwa ,Hello Kitty’ furchtbar finden, sollten sie das auch nicht verschenken.“ Sich daran zu halten, erleichtert auch das gemeinsame Spielen.

Personalisiertes Kinderbuch oder Fotoalbum

Kinder lieben es, wenn sie die Helden in Geschichten sind. Dazu gibt es mittlerweile viele Anbieter, die Kinderbücher personalisieren. Kinderaugen werden leuchten, wenn sie sich und ihren Namen in einem Buch entdecken. Eine kreative Idee ist auch, ein Fotobuch oder Fotoalbum für das Kind anzufertigen.

Auch Bademäntel und Bettwäsche sind toll

Praktisches kommt beim Nachwuchs eher selten gut an. Wenn den Bademantel allerdings Motive der „Eiskönigin “ zieren, es „Feuerwehrmann Sam“-Bettwäsche gibt oder der Pullover von „Bibi & Tina“ ist, werden Kinderaugen sicher leuchten.

Das Alter ist entscheidend

Beim passenden Spielzeug kommt es vor allem auf das Alter des Kindes an, sagt Diplom-Psychologin Prof. Fabienne Becker-Stoll, Direktorin des bayerischen Staatsinstitutes für Frühpädagogik. Kleine Kinder unter einem Jahr orientieren sich vor allem an ihren Bindungspersonen – den Eltern. „Das Kind ist mit seiner Aufmerksamkeit bei dem, was Mama und Papa machen. Und was die machen, wollen sie auch machen.“ Nicht selten finden gerade Kleinkinder das Geschenkpapier zum Spielen spannender als das eigentliche Geschenk.

Geschenke gemeinsam bespielen

Beim richtigen Geschenk kommt es aber nicht nur auf das Was sondern auch auf das Wie an. „In den ersten drei Lebensjahren haben Kinder mehr Freude, wenn sie Spielzeuge gemeinsam mit den Eltern bespielen können“, sagt Becker-Stoll. Eltern sollten sich also nicht nur viel Mühe bei der Auswahl des Geschenks geben, sondern sich Zeit nehmen und Freude daran haben, mit dem Nachwuchs gemeinsam damit zu spielen.

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