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Eltern und Kind

20. Oktober 2017 | 09:20 Uhr

Erziehung : Waldkinder können mehr

vom
Aus der Onlineredaktion

Spielen in der Natur bringt Spaß und fördert die Entwicklung – bei jedem Wetter und zu jeder Jahreszeit!

Schlechtes Wetter? Das gibt es nicht. So viel haben die Kinder bei Anja Heldt und ihren Kolleginnen in Timmersiek gelernt. Das Wetter ist, wie es ist. Auf die Kleidung kommt es an. Warm und regenfest eingepackt, lässt es sich in Wald und Feld auch an „Usseltagen“ im Winter wie im Sommer gut aushalten.

Erfahrungen in der Natur zu machen, ist lehrreich und dabei gut für die Kinderseele. Hier können die Kleinen Fähigkeiten an sich entdecken, die im städtischen Alltag vielleicht gar nicht gefragt sind. Sie erleben, dass das, was sie tun, Auswirkungen auf die Natur und auf andere Menschen in ihrer Umgebung hat. Das fördert ihr Verständnis für das Miteinander in Gesellschaft und Umwelt.

Kita-Leiterin Anja Heldt ruft deshalb regelmäßig Waldwochen für ihre „Zwerge“ aus. In Gruppen mit zwölf Kindern geht es dann in den Forst. Mit einem Begrüßungskreis beginnt der gemeinsame Vormittag.

Ein bisschen erinnert dieses tägliche Ritual an unsere Vorfahren, wie sie sich wohl auf dem Tingplatz getroffen haben mögen. Und so, wie die Menschen früher, kommen die Kinder jetzt auch hautnah mit der Natur in Kontakt; sie entdecken, probieren aus, bauen sich Behausungen mit selbst gebasteltem Werkzeug und naschen süße – manchmal viel zu saure – Früchte.

Der Wald ist ein „Gruppenraum“, in dem was los ist. Sogar das Licht scheint jeden Tag ein bisschen anders. Große und kleine Tiere, Käfer und Hummeln schauen vorbei. Manche Waldbewohner lassen sich geduldig mit dem Vergrößerungsglas beobachten, andere sind schnell wieder weg. Und dann gibt es immer eine besondere „Tagesaufgabe“. Steine, Früchte, Hölzer sammeln, zum Beispiel, oder auch den Geräuschen des Waldes zuhören und sie wiedergeben. Im Abschlusskreis präsentiert jedes Kind seinen besonderen Schatz, den ihm die Natur geschenkt hat.

„Das Abenteuer Wald hat uns in seinen Bann gezogen“, sagte Anja Heldt. Und so endet das Natur-Erlebnis für viele der kleinen Waldkinder nicht mit ihrem Kita-Tag. Es gibt ja so viele Möglichkeiten, mit Mama, Papa, vielleicht noch mit Freunden und Geschwistern die Natur an anderer Stelle zu erkunden. Spaß macht es etwa, sich eine Frage zu stellen – also zum Beispiel: „Wie will ich später wohnen“ – und dann die Antwort aus Zweigen, Steinen, Blättern oder Federn als Kunstwerk zu gestalten.

>> Anregungen und Ideen, was man draußen noch alles machen kann, finden die Großen im Internet: www.draussenkinder.info




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