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Eltern und Kind

17. Oktober 2017 | 20:45 Uhr

Verkehr : Sicher in der Schule ankommen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

In drei Wochen ist wieder Unterrichtsbeginn. Eltern können mit ihren Kindern den Weg zur Schule trainieren.

svz.de von
erstellt am 11.Aug.2017 | 23:23 Uhr

Damit Kinder sicher zur Schule kommen, müssen Eltern den Weg mit ihnen rechtzeitig vor Schulbeginn mehrfach trainieren, um sie an feste Abläufe zu gewöhnen. „Das gilt vor allem für Schulanfänger“, sagt Verkehrsexperte Hans-Ulrich Sander vom Tüv Rheinland. Generell rät er, sich bei der Kommune über den richtigen Schulwegplan zu informieren.

Um Gefahren richtig erkennen und dem Kind erklären zu können, sollten Eltern auch mal die Position des Kindes einnehmen, etwa in die Hocke gehen.

Häufig verleite Zeitdruck dazu, Regeln zu brechen. So sei ein Zeitplan wichtig, der Luft lässt für ein Frühstück in Ruhe und einen Weg ohne Druck und Hast.

„Beim vierten oder fünften Mal überlasse ich das Kind immer mehr sich selbst und beobachte, wie es sich verhält“, sagt Sander. Wenn das sicher ohne nötige Eingriffe funktioniert, könne das Kind alleine gehen. Das fördere die Selbstständigkeit. In regelmäßigen Abständen kontrollieren die Eltern, ob sich der Nachwuchs an das Gelernte hält.

Unübersichtliche Stellen meiden

Stark befahrene Straßen überqueren Kinder am sichersten an Ampeln und Fußgängerüberwegen. Wenn die Eltern vor dem Schulstart den Schulweg mit ihren Kindern üben, sollten sie daran denken. Der Tüv Thüringen rät daher, sich bei der Wegeplanung nicht an der kürzesten Strecke zu orientieren, sondern an der sichersten. Dabei sei ein kleiner Umweg etwa zur nächsten Ampel zuweilen besser.

Große Gefahr geht von unübersichtlichen Stellen aus, etwa zwischen Autos oder hinter großen Müllbehältern. Hier könnten die Kinder aufgrund ihrer Größe schnell übersehen werden.

Autofahrern rät die Prüforganisation, besonders zu Schulbeginn besonders stark auf Kinder und Jugendliche zu achten und sich jederzeit darauf einzustellen, dass ein Kind plötzlich über die Straße läuft.

Kostenlose Blinkis

Im zehnten Jahr startet Augenoptiker Fielmann zum Schulanfang in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg die Blinki-Aktion und versorgt Schüler der ersten Klassen mit Sicherheitsreflektoren für Jacken oder Ranzen. Schulpersonal und Elternvertreter können die farbigen Blinki-Eulen online unter www.fielmann.de/blinki kostenlos bestellen.

 

Ein festes Alter, ab dem Kinder alleine gehen können, gibt es nicht. Das sei individuell verschieden und orientiere sich am jeweiligen Fortschritt. Bei einem Schulwechsel im Alter von zehn, elf Jahren sollten Eltern den neuen Weg ein-, zweimal mit den Kindern abgehen.

„Genauso falsch wie das Kind auf sich alleine gestellt zu lassen, ist, das Kind jeden Tag mit dem Auto vor der Schultür abzusetzen und es dort nach Schulschluss wieder abzuholen“, sagt Sander. Denn das macht die Kinder unselbstständig. Ein 15 bis 20 Minuten langer Weg sei nach Übung auch für kleinere Kinder zu bewältigen. „Ansonsten ist es immer besser, den Schulweg auch mit den Öffentlichen zu üben.“

Falls die nicht gut ausgebaut sind, fehlen oder der Schulweg zu lang ist, suchen sich Eltern mit dem Auto einen sicheren Halteplatz in einiger Entfernung zum Schul-eingang. „Wenigstens können die Kinder dann die letzten 200 bis 300 Meter zu Fuß gehen.“

 

 

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