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Ferienmagazin : Schlafen zwischen den Bäumen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Wer übernachten im Hotel langweilig findet, kann ja mal eine oder mehrere Nächte in einem Baumhaus verbringen.

von
erstellt am 17.Jul.2015 | 21:00 Uhr

Abends mit den Grillen einschlafen und morgens mit Vogelgezwitscher wach werden. Die Natur zu erleben, ist eine schöne Erfahrung. Doch wie wäre es, mal wie eine Biene in einer Wabe zu schlafen – und das in einem Baumhaus?

Das haben wir für euch herausgefunden: im Baumhausdorf der Jugendherberge in Beckerwitz bei Hohenkirchen. Das liegt in Ostseenähe zwischen Wismar und Klütz. Direkt neben großen alten Bäumen stehen sechs solcher Baumhäuser, die aus jeweils vier Waben bestehen. Eine 9. Klasse aus Brandenburg verbringt hier gerade ihre Klassenfahrt. Insgesamt sind es 19 Schüler vom Campus am Stift Neuzelle, die die Idee ihrer Klassenleiterin Anke Schmidt sofort gut fanden. „Ich habe das Baumhausdorf durch Zufall im Internet gefunden“, erzählt sie. „Es ist mal etwas anderes.“

Und ihren Schülern gefällt es. Jeweils sechs schlafen zusammen in einem der Bienenhäuser. „Die Baumhäuser sind sehr schön“, sagt Anne. „Man kann sich wegen der schrägen Form überall anlehnen, das ist praktisch.“ Die Häuser sind über eine Treppe zu erreichen. In der ersten Wabe gibt es ein Bett und einen Tisch mit Stühlen. Über eine kleine Treppe gelangt man zur nächsten Wabe, in der zwei Betten stehen. Und wenn man eine kleine Treppe runtergeht, sind drei Betten in einer weiteren Wabe. Das gefällt den 14- und 15-Jährigen: „Ich finde die Idee sehr gut mit den Betten und den Fenstern. Die Häuser sind sehr hell“, meint Amy.

Viel Platz gibt es in den Häusern zwar nicht, aber das macht offenbar nichts: „Der wenige vorhandene Platz wurde gut genutzt“, findet Esther. „Unter den Betten sind Schubladen, in denen wir unsere Sachen verstauen können“, erklärt Cynthea. „Und die untere Wabe ist offen. Das kann als Terrasse genutzt werden oder zum Wäsche aufhängen.“ Eignet sich das Baumhaus auch für Familien? Na klar, meinen die Mädchen: „Durch die einzelnen Waben gibt es genug Privatsphäre.“

Und noch etwas gefällt der Schulklasse aus Brandenburg: die Lage. So sagt Henrik: „Das ist super hier. Es gibt sogar einen Privatstrand.“ In der Tat ist der Ostseestrand über einen kleinen Weg innerhalb von zehn bis 15 Minuten Fußmarsch zu erreichen. Neben den Nächten im Baumhaus haben die Brandenburger Schüler einiges vor: „Unter anderem ist ein Besuch in Wismar geplant, wir machen Lagerfeuer, Grillen zusammen und machen eine Nachtwanderung“, erklärt die betreuende Lehrerin Martina Heinze. Zudem haben die Schüler Spielkisten bekommen, in denen Volleybälle, Fußbälle, Frisbee-Scheiben und Badmintonschläger drin sind.

„Die gibt es dazu, wenn ein Pauschalprogramm gebucht wird“, erklärt Herbergsleiterin Eva Jöhrs. Daneben erhalten die Gäste Getränke über den Tag und eine Wanderkarte sowie Vollverpflegung. Das Baumhausdorf werde von Gruppen wie auch von Familien sehr gut angenommen. „Ich kann jedem nur empfehlen, rechtzeitig zu buchen“, so die Herbergsleiterin. Fertiggestellt wurde das Dorf im April 2012. „Die Idee kam von einer Architektin aus Wismar, die sich dachte ,Wie die Bienen müsste man wohnen’, das wurde als Ergänzung zu der bestehenden Jugendherberge umgesetzt“, erläutert Jöhrs.

Buchen könne man die Baumhaus-Übernachtung separat oder mit Programm: „Wir bieten das Paket ,Robin Hood meets Störtebeker’ an. Es gibt einen Kurs im Bogenschießen, einen Besuch in Wismar und eine Fahrt mit einer nachgebauten Kogge.“ Aber wenn die kleinen und großen Gäste schon durch die Baumhäuser ganz nah an der Natur sind, dann lohnt es sich, diese einmal ganz genau zu erkunden. Fahrradausflüge oder Strandwanderungen bieten sich an.

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