Pertussis, Diphterie, Meningokokken oder Poliomyelitis

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18. September 2012, 02:43 Uhr

Ob Pertussis, Diphterie, Meningokokken oder Poliomyelitis: Was verbirgt sich hinter den Krankheiten, für die es eine Impfempfehlung gibt?

Masern:
Die Erreger werden durch Tröpfcheninfektion, also insbesondere beim Husen, Niesen und Sprechen, übertragen. Sie schwächen die Abwehrkräfte der Patienten, so dass sie besonders anfällig für andere Erkrankungen sind wie Mittelohr- und Lungenentzündungen. Außerdem kann es zu einer Gehirnentzündung verbunden mit Krampfanfällen kommen.

Mumps:
Die Viren werden beim Husten, Niesen oder Sprechen übertragen. Im schlimmsten Fall können sich auch die Hirnhäute, Hoden oder Eierstöcke entzünden.

Röteln:
Auch diese Erreger werden durch Tröpfcheninfektion übertragen. Bei Kindern verläuft die Erkrankung häufig beschwerdefrei. Bei Schwangeren können die Viren jedoch das ungeborene Baby schädigen.

Haemophilus influenzae Typ B, kurz Hib:
Die Bakterien werden vorwiegend durch Tröpfcheninfektion übertragen und führen zu Entzündungen im Hals-Nasen-Ohren-Bereich. Eine gefürchtete Komplikation ist die Hirnhautentzündung, in deren Folge es zu Hör- oder Sehstörungen sowie geistigen Störungen kommen kann.

Tetanus:
Diese Krankheit wird auch Wundstarrkrampf genannt. Die Erreger kommen in der freien Natur vor, insbesondere in der Erde und im Straßenstaub, und gelangen über Wunden in den Körper. Die Bakterien setzen ein Gift frei, das unter anderem zu Muskelkrämpfen, Atemlähmung und Herzrhythmusstörungen führen kann.

Diphterie:
Die Erreger werden über Tröpfcheninfektion weitergegeben. Diphterie kann zu Komplikationen wie Atemnot, Erstickungsanfällen und Herzmuskelentzündungen führen. In Deutschland gibt es aufgrund der hohen Impfquote aber nur noch wenige Erkrankungen.

Keuchhusten:
Die Erkrankung wird auch Pertussis genannt und durch Bakterien ausgelöst, die die Atemwege entzünden. Die Erreger werden beim Niesen, Husten oder Sprechen durch Tröpfcheninfektion weitergegeben. Es kommt zu schweren Hustenanfällen, die im schlimmsten Fall zum Atemstillstand führen können.

Kinderlähmung:
Die fieberhafte Viruserkrankung, Poliomyelitis genannt, ist sehr ansteckend. In mehr als 95 Prozent der Fälle verläuft die Erkrankung ohne Anzeichen. Sie kann aber auch zu einer Hirnhautentzündung und Muskelkrämpfen führen. Aufgrund der hohen Impfquote tritt die Krankheit in Europa kaum noch auf.

Hepatitis B:
Das Hepatitis-B- Virus kann eine chronische Leberentzündung hervorrufen. Es kann auch bei der Geburt auf das Kind übertragen werden.

Pneumokokken:
Die Bakterien kommen im Nasen-Rachen-Bereich vor und werden durch Tröpfcheninfektion übertragen. Normalerweise sind sie harmlos. Bei einem geschwächten Immunsystem können sie aber unter anderem zu einer Blutvergiftung, Lungen- oder Hirnhautentzündung führen.

Meningokokken:
Die Bakterien können zu einer Entzündung der Hirnhäute, Lunge und zu einer Blutvergiftung führen. Übertragen werden die Erreger durch Tröpfcheninfektion, also beispielsweise beim Niesen und Husten.

Windpocken:
Die Krankheit ist sehr ansteckend. Das Virus wird meistens beim Husten oder Niesen übertragen. Mögliche Komplikationen, die auftreten können, sind eine Lungenentzündung, Gehirnentzündung und Gefäßwandentzündung.

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