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Eltern und Kind

14. Dezember 2017 | 23:50 Uhr

Erkältungen : Natürlich gesund werden

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Mit Mitteln aus der Natur kann man Schnupfen, Husten und Fieber auf sanftem Weg wieder losbekommen.

Winterzeit ist Erkältungszeit. Vor allem Eltern können im Moment ein Lied davon singen, denn der Nachwuchs bleibt von Rotznase & Co. jetzt nur selten verschont.

Doch nicht immer ist deswegen gleich die gewohnte Schulmedizin von Nöten, da sind sich auch die Apothekerinnen Frauke und Carolin Freynhagen einig. Sie holen sich gern Hilfe aus der anthroposophischen Hausapotheke und nutzen so die Heilkräfte aus der Natur. „Leben mit den Naturrhythmen“ lautet hier der Grundsatz. Für unsere Leserinnen und Leser haben die Fachfrauen ein paar nützliche und einfache Anwendungen zusammengestellt.

„Bei krampfartigem Husten können Lavendelwickel helfen. Dazu werden Brust und Rücken des Kindes mit zehnprozentigem Lavendel- Öl eingerieben und mit einem kleinen Wolltuch oder -schal abgedeckt“, empfiehlt Carolin Freynhagen. Zum Lösen von hartnäckigem Husten kann auch mit einem speziellen Bronchialbalsam eingerieben werden, der im Gegensatz zu herkömmlichen Erkältungssalben den Wärmehaushalt stärkt.

Bei Husten gibt es je nach Ausprägung unterschiedlich wirkende Säfte. „Allein die liebevolle Zuwendung durch die Eltern tut gut“, sieht Frauke Freynhagen den ganzheitlichen Ansatz.

Bei Ohrenschmerzen, die unter anderem eine Mittelohrentzündung verursachen, können Zwiebelsäckchen hilfreich sein. Einfach einen dünnen Waschlappen mit zerkleinerten Zwiebeln befüllen und ordentlich verschließen. Den Waschlappen dann für eine Weile auf das Ohr legen. „Reicht dieses Hausmittel nicht aus, bieten sich Levisticum RH, Liebstöckelkraut- Tropfen zur Einnahme an“, so der Rat der Apothekerinnen.

Meist bleibt bei einer Erkältung auch das Fieber nicht aus. Doch die Fachfrauen raten dazu, erhöhte Temperatur nicht gleich zu senken. „Der Körper braucht das Fieber, um krankmachende Keime zu beseitigen.“ Vielmehr sollte man darauf achten, dass das Kind viel Ruhe und Wärme bekommt. „Kinder mit Neigung zu Fieberkrämpfen müssen unbedingt ärztlich betreut werden“, ergänzt Frauke Freynhagen.

In Sachen Fiebermessen rät Carolin Freynhagen zu einem Stirn-Thermometer. „Man benötigt für das Messen keinen Hautkontakt, das ist angenehmer und man kann es auch anwenden, wenn das Kind schläft.“ Bei erhöhter Temperatur helfen Wadenwickel.

„Wenn ein krankes Kind kalte Füße hat, fördert zum Beispiel Kupfersalbe die Durchblutung und regt den Wärmehaushalt an“, so Frauke Freynhagen. Bei Halsschmerzen können Halswickel mit Quark für Linderung sorgen.

Heilmittel Nummer Eins ist das Trinken und zwar möglichst viel. Hier setzen Frauke und Carolin Freynhagen auf Kräutertees mit einem kleinen Schuss Honig, denn diesem wird eine desinfizierende Wirkung nachgesagt. Bei Bronchitis und Erkrankungen der oberen Luftwege ist Thymian-Tee der Favorit der Apothekerinnen. Für andere Geschmacksrichtungen sorgen die milden Lindenblüten oder die fruchtige Hagebutte, die zudem Vitamin C liefert.

Erkältungskrankheiten können durch den Einsatz von Globuli behandelt werden. „Bei den ersten Erkältungsanzeichen kann Infludoron einen Ausbruch möglicherweise verhindern oder mildern“, empfehlen die Apothekerinnen.

Eisenphosphat (Ferrum phosphoricum) stärkt die Abwehrkräfte, lindert Entzündungserscheinungen und reguliert die Körpertemperatur, ohne Fieber zu unterdrücken. Eisenhut beruhigt bei hohem Fieber und lindert Schmerzen. Eukalyptus wirkt entkrampfend. Zaunrübe und Wasserhanf regulieren die vermehrte Schleimbildung und wirken lindernd bei Gliederschmerzen und Müdigkeit.

„Doch um das richtige Mittel zu finden, ist es wichtig, sich von Fachleuten beraten zu lassen und auf die einzelnen Symptome zu achten“, ergänzt Frauke Freynhagen.

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