Schulbeginn : Mit dem Fahrrad sicher zur Schule

Mit guter Vorbereitung meistern kleine Radler/innen auch den Schulweg.
Mit guter Vorbereitung meistern kleine Radler/innen auch den Schulweg.

Der Weg zur Schule birgt auch Risiken.

svz.de von
04. September 2015, 08:00 Uhr

Haben Kinder das Fahrradfahren erlernt, bedeutet das eine Erweiterung der Mobilität und einen Schub fürs Selbstbewusstsein. Natürlich wollen sie dann auch mit dem eigenen Rad zur Schule fahren. Das ist grundsätzlich erfreulich, birgt aber Risiken, da Kinder noch nicht in der Lage sind, jede Verkehrsituation richtig einzuordnen und sich entsprechend zu verhalten.

Manche Grundschulen reagieren mit Verboten und wollen die eigenständige Fahrt erst nach bestandener Radprüfung, die meistens erst in der dritten Klasse stattfindet, erlauben. Die Verantwortung liegt jedoch allein bei den Eltern. Ob es vernünftig ist, das Kind mit dem Fahrrad zur Schule fahren zu lassen, hängt vom Entwicklungsstand des Kindes und von den lokalen Gegebenheiten ab. Stark befahrene Straßen sollten Schulanfänger meiden. „Bestimmte kognitive Fähigkeiten, die für die Sicherheit im Straßenverkehr wichtig sind, entwickeln sich erst in einem Alter von sieben oder acht Jahren“, erklärt Guido Meitler vom Kinderradspezialist Puky. Auch eine erfolgreiche Radprüfung bedeutet nicht absolute Sicherheit. Erst mit viel Übung erwerben die Kinder die nötigen Fähigkeiten, um sich im Straßenverkehr behaupten.

Zur Vorbereitung sollten Eltern gemeinsam mit ihren Kindern den Schulweg erkunden, auf mögliche Gefahrenpunkte aufmerksam machen und das korrekte Verhalten üben. Hin und wieder sollten Erwachsene an unübersichtlichen Stellen zudem in die Hocke gehen, um die Verkehrssituation aus dem Blickwinkel der Junioren zu erfassen. Der kürzeste Weg ist nicht immer der beste. Vielmehr sollte die verkehrsarme Alternative gesucht werden. Um die Straße zu überqueren, müssen die Kinder laut Straßenverkehrsordnung absteigen. Dabei sollten sie sich immer eine übersichtliche Stelle suchen und auf keinen Fall zwischen parkenden Autos auf die Fahrbahn treten.

In den ersten Wochen sollten sich Eltern hin und wieder zudem die Zeit nehmen, ihr Kind zu begleiten und dabei zu beobachten, wie gut der Nachwuchs die Klippen des Verkehrs meistert. Unbedingt sollten Kinder angehalten werden, immer einen Helm zu tragen. In der dunklen Jahreszeit sind außerdem Reflektoren an Kleidung sowie Schulranzen Pflicht und die Radbeleuchtung muss regelmäßig überprüft werden.

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