Familie : Liveshow Kinderzimmer

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Babyphones können heute meist mehr als nur Ton übertragen. Doch wie zuverlässig und sicher sind die Modelle?

svz.de von
18. Februar 2018, 05:00 Uhr

Das Ergebnis ist ernüchternd: Nur zwei Babyphones bewertet die Stiftung Warentest in ihrer aktuellen Untersuchung als „gut“, vier Modelle fielen durch – „mangelhaft“. Angesichts eines riesigen Produktspektrums stehen Eltern heute beim Babyphone-Kauf vor der Qual der Wahl, doch dabei sollten sie sich nicht von technischem Schnickschnack blenden lassen, so der klare Rat der Tester. Denn am zuverlässigsten wacht immer noch das klassische Funkmodell mit reiner Ton-Übertragung über den Nachwuchs.

Grundsätzlich gibt es drei verschiedene Produktgruppen: Modelle mit Ton, mit Ton und Video sowie mit Webcam und App-Steuerung. Letztere waren den Experten der Stiftung Warentest ein Dorn im Auge, denn sie verbinden sich übers Internet mit einer App auf dem Smartphone oder Tablet und sind gerade in ungeschützten WLan-Netzen leichte Beute für Hacker. Außerdem warnten sie im Test deutlich unzuverlässiger als die klassischen Geräte.

Wem die reine Audioübertragung aus dem Kinderzimmer nicht reicht, weil sich das Baby zum Beispiel beim Aufwachen nicht meldet oder weil es beim Schlafen Geräusche macht, der kann zu einem Modell mit Kamera greifen. Die Videoqualität lässt nach den Erfahrungen der Tester – insbesondere im Dunkeln – aber oft zu wünschen übrig. Am besten schnitt hier das Modell Philips SCD630/26 ab.

Großer Vorteil der Webcam-Variante ist die enorme Reichweite: Wer zum Beispiel im Garten arbeiten will, während das Kind drinnen schläft, kann je nach Entfernung mit den klassischen Funkmodellen schon Probleme bekommen. Da die Webcam die Aufnahmen übers Internet an die Handyapp der Eltern schickt, spielt die Entfernung keine Rolle, solange die Internetverbindung steht. Doch daran hapert es viel zu oft, wie der Test zeigte.

Erfreulich: Elektrosmog ist kein Problem. Alle insgesamt 17 getesteten Modellen unterschreiten die offiziellen Grenzwerte deutlich. Dennoch sollte man darauf achten, das Gerät in mindestens einem Meter Abstand zum Babybett zu platzieren.

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