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Eltern und Kind

12. Dezember 2017 | 20:56 Uhr

Schule : Lernen will gelernt sein

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Hausaufgaben erledigen und für den Mathe-Test büffeln – unsere Schüler haben alle Hände voll zu tun. Mit ein paar kleinen Tipps lernt es sich leichter.

svz.de von
erstellt am 11.Apr.2014 | 19:41 Uhr

Bis zum Beginn der Sommerferien bleibt noch ausreichend Zeit, um schwächere Noten auszubügeln. Dennoch sollten sich Schülerinnen und Schüler allmählich ins Zeug legen. Lehrerin und Schulberaterin Gabriele Götz-Rechenberger hat ein paar nützliche Lerntipps für Schüler und Eltern zusammengestellt:
• Teile deine Hausaufgaben in portionsgerechte Happen ein.
• Wähle deine optimale Arbeitszeit. Eine allgemein gültige Zeit gibt es dabei nicht. Gewöhne dich aber an eine feste Lernzeit.
• Schaffe dir einen festen, angenehmen aufgeräumten Arbeitsplatz. Vermeide Musik und andere akustische Störquellen. Gleichzeitigkeit von zwei Tätigkeiten (lernen und MP3-Player hören) verhindert die sichere Aufnahme des Lernstoffes.
• Pausen sind Pflicht. Verteile sie gleichmäßig. Mache lieber mehrere kurze als eine lange Pause.
• Lerne unter Berücksichtigung deines Lerntyps. Im Internet gibt es unter www.lernenmitspass.org einen Test, mit dem du herausfinden kannst, welcher Lerntyp du bist.
• Motiviere dich. Tu dir etwas Gutes, wenn du deine Lernziele erreicht hast.

Wie Eltern helfen können
• Wenn Sie Ihrem Kind bei den Hausaufgaben helfen, bitte nur im Sinne der Hilfe zur Selbsthilfe. Zu viel Hilfe macht unselbstständig.
• Wenn Sie selbst die Aufgabe nicht verstehen, sagen Sie das Ihrem Kind. Wenn Sie helfen können ist das in Ordnung, wenn nicht, ist es ebenfalls okay. Hauptverantwortlich für die Klärung von Unverstandenem sind die Lehrkräfte.
• Manchmal sind Kinder durchaus intellektuell in der Lage, eine Aufgabe zu lösen, aber gefühlsmäßig blockiert. Erkundigen Sie sich, ob das Kind ein Problem mit sich herumschleppt. Lassen Sie es davon erzählen.
• Einige Kinder verfolgen mit dem Ruf nach Hilfe eigentlich das Ziel, die Zuwendung eines Elternteils zu bekommen. Hier können Eltern vorschlagen: Probiere deine Hausaufgaben jetzt allein und anschließend spielen wir miteinander.
• Lassen Sie Fehler bei den Hausaufgaben immer selbst von den Kindern korrigieren. Weisen Sie nur global auf einen Fehler in einer Zeile hin. So kommt dem Kind der Fehler nicht so schlimm vor und es lernt besser.
• Sollten alle Hilfen nicht fruchten, können Sie der Situation ein Ende setzen, später weitermachen oder dem Kind ein paar Zeilen für die Lehrkraft mitgeben. So weiß sie, dass eine Hausausgabe nicht nur aus Faulheit nicht erledigt wurde.

Nachgefragt bei Schülern einer Grund- und Gemeinschaftsschule Wie klappt’s bei euch mit dem Lernerfolg?

Henning: „Wenn ich für Klassenarbeiten zu viel am Stück lerne, habe ich bald keinen Spaß mehr. Deshalb mache ich regelmäßig Pausen. Ich spiele Fußball und lerne hinterher weiter.“

Lea:

„Wenn ich im Unterricht gleich aufpasse und mich mündlich beteilige, sitzt der Lernstoff besser und ich muss zu Hause gar nicht mehr so viel tun.“
Tom:

„Warte ich auf den Schulbus oder habe ich einen Bus verpasst, nutze ich die Wartezeit und fange mit den Hausaufgaben an oder lerne etwas. Vor einem Vokabeltest hören wir uns gegenseitig morgens im Bus ab.“

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